Hemhofen
Jubelhochzeit

Maria und Adolf Greif sind auch nach 60 Jahren Ehe ein strahlendes Paar

60 Jahre lange gehen Maria und Adolf Greif nun schon gemeinsam durchs Leben. Am 12. Juni 1959 wurden sie standesamtlich vom damaligen Hemhofener Bürgermeister Andreas Sapper getraut, am folgenden Tag ...
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Bürgermeister Ludwig Nagel und stellvertretende Landrätin Gabriele Klaußner gratulierten Adolf und Maria Greif. Foto: Johanna Blum
Bürgermeister Ludwig Nagel und stellvertretende Landrätin Gabriele Klaußner gratulierten Adolf und Maria Greif. Foto: Johanna Blum

60 Jahre lange gehen Maria und Adolf Greif nun schon gemeinsam durchs Leben. Am 12. Juni 1959 wurden sie standesamtlich vom damaligen Hemhofener Bürgermeister Andreas Sapper getraut, am folgenden Tag von Pfarrer Fritz Friedrich in der Hemhofener Kirche Maria Königin.

Adolf Greif erblickte am 24. November 1936 in Mandau im Sudetenland das Licht der Welt. Mit neun Jahren kam Adolf mit seiner Familie zuerst nach Bamberg und dann nach Hemhofen. Hier besuchte er die Schule und lernte anschließend Installateur in einem Betrieb in Erlangen. "Ich war aber dann 30 Jahre bis zur Rente bei der Eisenbahn und hab mich von der Pike auf bis zum Lokführer einer Rangierlok hochgearbeitet", erzählt er stolz.

Musik war sein Hobby. Er spielte Harmonika und besonders gerne Mundharmonika. Als musikalische Aushilfe war er bei vielen Musikgruppen gerne gesehen oder besser gehört. Bei den Rappsdorfer Sängern hat er früher mitgesungen. Er ist Mitglied der Feuerwehr, im Gesangverein und auch beim Stammtisch "Halt mer zamm" war er dabei.

Ehefrau Maria, eine geborene Kirchner, feierte erst am vergangenen Montag ihren 80. Geburtstag. Geboren und aufgewachsen ist sie in Hemhofen. Nach der Schule lernte sie in der Weberei in Forchheim als Näherin und später arbeitete sie bei Soldan in Adelsdorf. Zu Hobbys blieben ihr keine Zeit und nach der Geburt des zweiten Sohnes - 1961 wurde Konrad und 1966 Siegfried geboren - blieb sie zu Hause. Gerne traf sie sich früher mit den Stammtischfrauen.

Wie sich beide kennengelernt haben, verrieten sie ihren Gästen gerne: "Wir kannten uns zwar schon aus der Schule, aber so richtig gefunkt hat es erst beim Tanzen und bei den Kerwas", erzählte der Jubelbräutigam. Nach zwei Jahren Miteinandergehen läuteten 1959 die Hochzeitsglocken. 1964 zog dann die Familie ins eigene Haus in der Apostelstraße ein.

Mit dem Alter kamen diverse Krankheiten, und besonders Ehemann Adolf geht es nicht so gut. Er sitzt im Rollstuhl und sein Sohn Siegfried, der nebenan wohnt, kümmert sich rührend um ihn, aber auch um die Mutter.

Die Caritas kommt ins Haus und Siegfried bringt seinen Vater unter der Woche täglich in die Tagespflege ins Haus Heinrich. "Wenn die Eltern sich abends wiedersehen, strahlen sie und freuen sich, wieder beieinander zu sein", sagt der Sohn.

Sicher gab es wie in jeder Ehe Höhen und Tiefen. "Immer nur lächeln, und wenn ein krummes Wort gefallen ist, kämpft man sich durch", meint der Jubelbräutigam. Der einzige Wunsch des Paares ist Gesundheit. Am Freitag kommt dann die ganze Familie - zwei Söhne, vier Enkel und fünf Urenkel mit Anhang - zum Gratulieren. Gefeiert wird beim Theo in der "Kleinen Welt".

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