Laden...
Rödental
Kommunalwahl

Marco Steiner mit Traum-Ergebnis, Fraktion gestärkt - FW im Höhenflug

Dass es schwer werden würde, das war Thomas Lesch klar. Der Vorsitzende der SPD Fraktion in Rödental und Zweite Bürgermeister hatte schon im Vorfeld der Wahl die Lage für seine Partei illusionslos im ...
Artikel drucken Artikel einbetten
Grund zum Feiern haben in Rödental vor allem die Freien Wähler. Foto: Hagen Lehmann
Grund zum Feiern haben in Rödental vor allem die Freien Wähler. Foto: Hagen Lehmann

Dass es schwer werden würde, das war Thomas Lesch klar. Der Vorsitzende der SPD Fraktion in Rödental und Zweite Bürgermeister hatte schon im Vorfeld der Wahl die Lage für seine Partei illusionslos im Blick. Dass die SPD nun zwei Sitze im Stadtrat einbüßt und auf vier zurück fällt, enttäuscht ihn aber doch sehr, wie er auf Anfrage einräumt.

"Die Grünen sind zurzeit im Umfragehoch, die AfD würde ein oder zwei Sitze bekommen und die Freien Wähler profitieren davon, dass sie den Bürgermeister stellen, der hohe Anerkennung genießt", beurteilt Thomas Lesch die Gründe, die zum schlechten Abschneiden der etablierten Parteien geführt hätten - damit meint er auch die CSU. Die musste allerdings nur einen Sitz abtreten und ist jetzt mit fünf Fraktionsmitgliedern zweistärkste Kraft.

Dementsprechend sieht Ortsverbandsvorsitzender Jürgen Thamm auch schon die Chance der CSU: "Ziel muss jetzt sein, den Zweiten Bürgermeister zu stellen", gibt er die Marschrichtung aus. Zweitstärkste Kraft hin oder her. "Es ist natürlich schon enttäuschend, dass wir die Plätze nicht alle verteidigen konnten. Wir hatten uns mehr erwartet." Angesichts der deutlichen Mehrheit der Freien Wähler werde sich die CSU vornehmen, "vernünftige Oppositionsarbeit zu machen - auch wenn es schwer wird".

Tendenzen, wer aus der Fraktion für den Posten des Zweiten Bürgermeisters vorgeschlagen werden soll, gebe es noch nicht. Auch die Gründe, die zum eher enttäuschenden Ergebnis der CSU geführt haben, müssten jetzt erst einmal gründlich aufgearbeitet werden.

"Mit der Zusammensetzung des Stadtrats zufrieden", kann Marco Steiner sein. Die Freien Wähler legten noch einmal zu und sind jetzt mit zehn Sitzen plus Bürgermeister eine Macht im Gremium. So oder so möchte Marco Steiner "mit allen Leuten im Stadtrat gut für Rödental zusammenarbeiten. Überrascht hat ihn aber doch, dass Kollegen aus dem Stadtparlament heraus gewählt wurden, bei denen es seiner Ansicht nach "nicht am fehlenden Engagement in der politischen Arbeit gelegen haben kann."

Gespannt sei er auf doch einige neue Kollegen und hoffe, dass sich jeder, der gewählt wurde, auch wirklich für Rödental engagieren will. Ganz nebenbei freut es Marco Steiner, dass die Freien Wähler auch im Kreistag ein gutes Ergebnis erreicht haben, dass allerdings noch nicht endgültig feststand.

Verwandte Artikel