Burgkunstadt

Manege frei in vier Oktaven

Gastspiel  Am 26. September gastiert im "Tecnet Zentrum" in Burkersdorf die "Family Circus Band". Am Schlagzeug sitzt der zehnjährige Jack.
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Am 26. September heißt es im "Tecnet Zentrum" des Burgkunstadter Kleinkunstvereins "Tecnet Obermain" in Burkersdorf "Hereinspaziert - Manege frei!" für die "Family Circus Band".  Foto: privat
Am 26. September heißt es im "Tecnet Zentrum" des Burgkunstadter Kleinkunstvereins "Tecnet Obermain" in Burkersdorf "Hereinspaziert - Manege frei!" für die "Family Circus Band". Foto: privat
von unserem Mitarbeiter Stephan Stöckel

Burgkunstadt — Was haben Camping und Zirkus miteinander gemein? Für beides braucht man ein Zelt. Auch im internationalen Musikzirkus reist so mancher Künstler mit einer derartigen Behausung durch die Lande. Mitunter liefert sie die Vorlage für einen Bandnamen. "Es ist kein richtiger Zirkus. Aber da wir mit einem Zelt herumreisen, dachten wir, wir könnten uns so nennen, vor allem wenn wir auch noch Popcorn verkaufen. Es hört sich gut an und außerdem wollten wir schon immer mal mit einem ‚Zirkus‘ umherziehen", erzählt Bet Williams über ihr jüngstes musikalisches Projekt.
Am Freitag, den 26. September, heißt es im "Tecnet Zentrum" des Burgkunstadter Kleinkunstvereins "Tecnet Obermain" in Burkersdorf ab 20 Uhr "Hereinspaziert - Manege frei!" für die "Family Circus Band". Zur Zirkusfamilie gehören Bets Ehemann John Hodian und ihr zehnjähriger Sohn Jack, der für sein Alter ein erstaunlich reifes Schlagzeugspiel an den Tag legt. Jacks Eltern machen seit über 20 Jahren Musik und spielten dabei an den unterschiedlichsten Orten. Von Klöstern in Armenien über Musikfestivals in Frankreich bis hin zu kleinen heimeligen Clubs, wie dem "Tecnet Zentrum" des Burgkunstadter Kleinkunstvereins Tecnet Obermain in Burkersdorf.
Dort gastierte Williams 2013 zweimal: im Sommer solo mit ihrer vier Oktaven umfassenden Stimme und ihren stimmungsvollen Liedern zwischen erdigem Folk, Rock, Pop und Blues sowie im Herbst mit ihrem Ehemann John Hodian, mit dem sie das außergewöhnliche Weltmusikprojekt "Epiphany Project" bildet. Nun kehren beide gemeinsam mit ihrem Sohn an die Stätte ihres Erfolgs zurück, um in der Manege der Weltmusik Stücke aus ihren unterschiedlichen Projekten zu spielen. Seit 2003 bereisen Hodian und Wiliams Europa und den Nahen Osten und sammeln neue Eindrücke, die ihre Musik und ihr Leben beeinflussen.
Hodians Klavierspiel, schon immer abenteuerlich und voller Improvisationslust, hat dadurch an Spiritualität gewonnen. In seinen jüngsten Kompositionen finden sich Instrumente wie die Saz und die Dhol aus Armenien, aber auch überraschenderweise das Banjo. Williams experimentiert weiter auf der Suche nach neuen Klängen beim Gesang. "Ich habe kehliges Tuvan-Singen ausprobiert", berichtet Williams, "genauso wie Gesangsnuancen, die ich bei Frauen in Armenien oder Indien gehört habe, wenn sie ihre Volkslieder singen. Sie singen auf eine wilde, eindrucksvolle Weise und klingen so alt wie die Erde selbst. Sie sind bewundernswert."
Karten im Vorverkauf sind über die Homepage www.kunstadt.de erhältlich.

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