Stettfeld

Manchmal braucht es nicht viel für ein echtes Wunder im Alltag

"Wo man hinkommt, ,Schöne Feiertage‘, ,Fröhliche Weihnachten‘, pah...! Alles nur Geldschneiderei und rührseliger Quark!", diese wenig festliche Einstellung hatte Frau Huber, dargestellt von Rosa Kneue...
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Manchmal braucht es nicht viel, damit es zu einem Weihnachtswunder kommen kann. Das zeigten die jungen Darsteller der Stettfelder Freilichtbühne am Sonntag im Probenraum des Gesangvereins. Foto: Christian Ziegler
Manchmal braucht es nicht viel, damit es zu einem Weihnachtswunder kommen kann. Das zeigten die jungen Darsteller der Stettfelder Freilichtbühne am Sonntag im Probenraum des Gesangvereins. Foto: Christian Ziegler

"Wo man hinkommt, ,Schöne Feiertage‘, ,Fröhliche Weihnachten‘, pah...! Alles nur Geldschneiderei und rührseliger Quark!", diese wenig festliche Einstellung hatte Frau Huber, dargestellt von Rosa Kneuer, am Sonntag in Stettfeld.

Die "Theater Kids" der Stettfelder Freilichtbühne hatten zum Adventsfenster der Pfarrei in den Probenraum des Gesangvereins eingeladen um das weihnachtliche Kurzstück "Das Wunder der Weihnacht" von Christian Ziegler zu präsentieren. Maria Egglseder hatte es einmal mehr geschafft, die jungen Schauspieler mit einfühlsamer Regie zu einer großartigen Leistung anzuspornen. Das Stück erzählt die Geschichte der kleinen Valerie Peters, gespielt von Leonie Pfister, die sich zu Weihnachten ein Wunder wünscht: "Es wäre doch schön, wenn sich alle vertragen und ausnahmsweise mal alle nett zueinander sind." Vorerst sieht es allerdings nicht danach aus. Ihre Mutter Beate (Joanna Egglseder) ist voll im Weihnachtsstress, da ihr Mann erst am Heiligen Abend von einer Geschäftsreise zurückkommen wird und alle Vorbereitungen an ihr hängen. Auch Nico (Andreas Berninger) hat eher sein Handy im Kopf als Lust zu helfen. Als die beiden aus Versehen den Christbaum umwerfen, reißt Beate der Geduldsfaden und Valerie läuft weinend davon.

In der Nachbarwohnung von Frau Huber findet sie Unterschlupf und bringt durch ihre fröhliche Art ein wenig Wärme ins Leben der verbitterten alten Frau. Mittlerweile sind die Wellen im Hause Peters geglättet und das Verschwinden von Valerie wird bemerkt. Verzweifelt machen sich Beate und Nico auf die Suche und hoffen auf Hilfe des Polizisten Benno, verkörpert von Felix Kuhn. Da hat Nico eine Idee: "Vielleicht hat die alte Huber sie eingesperrt? Das ist eine böse, alte Hexe, es würde mich nicht wundern, wenn die mit Valerie eine Hänsel-und-Gretel-Nummer abziehen würde...." Das bringt ihm zwar eine Standpauke der Polizei ein, die drei aber auf die richtige Spur.

Nebenan haben Frau Huber und Valerie mittlerweile Plätzchen gebacken und die alte Dame ist doch ein wenig in Weihnachtsstimmung gekommen. Und so kommt alles zum guten Ende, Polizist Benno bekommt eine Ration der leckeren Plätzchen, Beate erkennt, dass es an Weihnachten um mehr geht als den perfekten Baum und das perfekte Essen, und Frau Huber wird Weihnachten nicht allein sein und mit den Peters feiern.

Die jungen Schauspieler erhielten viel Applaus, und auch beim Publikum machte sich besinnliche Stimmung breit. Hinterher hieß es rund um den Kirchplatz immer wieder: "Das war wie im richtigen Leben."

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