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Eltmann

Man hilft sich im Kreis

Viele Bürger wollen gerne anderen helfen. Die müssen sich aber auch melden.
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Abgabe an der Haustür: Ältere Menschen müssen nicht die schweren Einkaufskörbe schleppen und - was noch wichtiger ist - sie müssen sich nicht der Gefahr einer Ansteckung aussetzen.  Foto: Helmut Will
Abgabe an der Haustür: Ältere Menschen müssen nicht die schweren Einkaufskörbe schleppen und - was noch wichtiger ist - sie müssen sich nicht der Gefahr einer Ansteckung aussetzen. Foto: Helmut Will

Brigitte KRause Hilfsangebote bilden sich jetzt in allen Gemeinden, die Jungen wollen den Alten helfen - und die sollten da auch Vertrauen empfinden und annehmen. So sieht es jedenfalls der junge Zeiler Dominik Leisentritt von der Facebookgruppe (auch auf Insta) "#Zeilhilfe - Zeiler helfen Zeilern", erst kurz vor dem Wochenende gegründet, hat er schon Rückenwind vom Zeiler Bürgermeister Thomas Stadelmann erfahren. Die Helfer dürfen gerne den Bürgerbus nehmen, wenn mehr zu besorgen wäre. Und Dominik Leisentritt würde sich freuen, wenn sich die Zeiler auch wirklich an die jungen Helfer wenden würden. Er kennt alle, die hier ihre Hilfe anbieten, da kann sich kein Bösewicht drunterschmuggeln. "Das sind alles ordentliche Leute", schmunzelt er. Diejenigen, die Hilfe suchten, bräuchten sich keine Gedanken zu machen. Es ist ja auch eine beiderseitige Vertrauenssache: Für den einen, der sich helfen lässt, wie für den anderen, der darauf vertrauen muss, dass er auch wirklich das Geld für den Einkauf erhält. Noch gibt es keinen, der sich traut, Dominik Leisentritt hofft sehr, dass sich das ändert. Um die Hilfe zu koordinieren, ist jetzt eine Hotline eingerichtet worden, informiert Leisentritt. Sie lautet: 0163/3113584.

Viele weitere Hilfsgruppen bilden sich gegenwärtig. So möchte beispielsweise in einer ökumenischen Hilfsaktion die katholische und die evangelische Kirche in der Region Maintal/Heilige Länder gemeinsam ein Netzwerk aufbauen, um in den kommenden Wochen füreinander da zu sein und so gegenseitig zu unterstützen.

Niemand soll ohne Hilfe dastehen, wenn er sie braucht, teilen die Vertreter der Kirchen mit. Die beiden Kirchen möchten in den Gemeinden Ebelsbach, Stettfeld, Breitbrunn und Kirchlauter die Menschen ermutigen, Nachbarschaftshilfe anzubieten und anzunehmen! Für Menschen, die ihre Wohnung nicht verlassen sollen oder können, organisiert die Kirche gerne Einkäufe, Besorgungen oder Botengänge aller Art.

Dafür werden natürlich Helfer gebraucht, die bereit sind, andere zu unterstützen. Wer nachbarschaftliche Hilfe braucht oder gerne Mitbürger unterstützen würde, der meldet sich im evangelischen Pfarramt Gleisenau unter der Rufnummer 09522/80243 oder per Email pfarramt.gleisenau@elkb.de oder im katholischen Pfarramt in Ebelsbach/Kirchlauter unter 09536/227 oder joachim.stapf@bistum-wuerzburg.de Die Büros sind telefonisch von Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr besetzt oder jederzeit per Email erreichbar. Die weitere Vorgehensweise wird dann in einem Gespräch mit den Seelsorgern der beiden Kirchen, Pfarrerin Sarah Schimmel von der evangelischen Kirche und Diakon Joachim Stapf sowie Pfarrer Matthias Rusin von der katholischen Kirche, erläutert. Diese Aktion startet ab sofort.

Auch bei den Gastwirtschaften gibt es viel Bewegung. Wie das "Hotel Wallburg" in Eltmann berichtet, gibt es nach dem ersten Wochenende der geschlossenen Restaurants und der Ausgangsbeschränkung in Bayern gute Nachrichten, die die Gastronomen - hier "Die Wallis" - arg freuen. Das Angebot, Speisen zum Abholen zu nutzen, wird gerne angenommen. "Ein großes Dankeschön" geht an dieser Stelle erstmal an unsere Gäste, die bereits am Wochenende diesen Service genutzt haben. IHR seid die BESTEN. Danke auch für das Feedback, das wir in Form von Bildern und Worten von Euch erhalten haben", vermeldet das "Hotel Wallburg" auf seiner Facebookseite. "Bei so viel Solidarität, Freude und Dankbarkeit geht uns Wallis das Herz auf."

Essen zum Abholen bieten auch in Zeil "Erec's Restaurant" (hier auch eingeweckte Speisen in Gläsern) an ("Unsere Küche steht für euch unter Volldampf und wer gerne etwas abholen möchte, darf gerne anrufen: 09524/9011. Geschirr zum Abfüllen mitzubringen wäre praktisch und umweltschonend.") sowie das "Zeiler Esszimmer". In Untermerzbach wandte sich Bürgermeister Helmut Dietz per Facebook an die Bürger mit dieser Botschaft: "Gerade jetzt, in dieser schweren Zeit, brauchen unsere heimischen Gewerbetreibenden Ihre Unterstützung. Unsere Geschäfte und Gastronomiebetriebe bieten Liefer- und Mitnahmeservices an: Gärtnerei Bach, Tel. 09533/203, Fax 09569 347; Gärtnerei Scholl, Tel. 09533/324, Fax 09533 982296; Altes Brauhaus Hemmendorf, 09533/479 oder 0173/8532480; Gasthaus Baumann, Tel. 0152/243 406 86; Pizza- und Cateringservice Toscana, Tel. 09533/982999. Bitte, unterstützen Sie diese Initiativen und nutzen Sie diese Angebote. Bestellen Sie nicht alles online, sondern helfen Sie unseren ansässigen Betrieben."

Das Bauer-Reinhart-Team in Untersteinbach meldet auf Facebook: "Trotz der harten Umstände haben wir das Glück, das bereits einige Stamm-Spargelstecher da sind und wir trotz Einschränkung Spargel ernten können. Der Hofladen hat täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet. Wir nehmen eure Bestellungen unter Telefon 09554/212 an."

Die Bäckereien Hörlin in Sand und Kolb in Zeil öffnen vormittags; Hörlin bietet in Sand unter Ruf 5461 sogar Lieferdienst an.

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