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MakerLab Murnau als Ideengeber für Coburg

Mit CO-Creapolis will die Hochschule Coburg ein Transfercenter mit Maker Space einrichten und wird dafür im Rahmen des Bundesprogramms "Innovative Hochschul...
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Mit CO-Creapolis will die Hochschule Coburg ein Transfercenter mit Maker Space einrichten und wird dafür im Rahmen des Bundesprogramms "Innovative Hochschule" in den nächsten fünf Jahren mit 6,5 Millionen Euro gefördert. Wie ein solches Projekt im ländlichen Raum funktionieren kann, zeigte Jan-Ulrich Bittlinger, Wirtschaftsförderer der oberbayerischen Gemeinde Murnau, am Beispiel des MakerLab Murnau.
"In den nächsten 15 Jahren geht der Anteil der erwerbstätigen Personen in unserer Region um 30 Prozent zurück. Gleichzeitig steigt der Anteil der über 65-Jährigen um den gleichen Wert. Für die Region Coburg gibt es die gleiche Prognose." Mit diesen Zahlen zeigte Jan-Ulrich Bittlinger Parallelen zwischen seiner Heimatgemeinde Murnau am Staffelsee in Oberbayern und Coburg auf. Auf Einladung der Hochschule Coburg kam er nach Coburg, um zu zeigen, welche Möglichkeiten für wirtschaftliche Entwicklungen auch im ländlichen Raum bestehen. Der Wirtschaftsförderer der Gemeinde Murnau setzt dabei konsequent auf das innovative Potenzial der Menschen vor Ort und auf die Vernetzung der regionalen Akteure. Die Gemeinde richtete dazu in einem leerstehenden Klinikgebäude ein Innovationsquartier und ein sogenanntes MakerLab ein. Das Innovationsquartier bietet Existenzgründern die Möglichkeit, zu günstigen Mieten mit ihren Ideen zu starten und sich mit anderen Gründern zu vernetzen. "Unser Fokus liegt dabei auf Leuten aus der Kreativwirtschaft, der Software- und Gamesindustrie", erklärt Jan-Ulrich Bittlinger. "Wir wollen, dass sich kreative Einzelkämpfer vernetzen und so gemeinsam größere Projekte angehen können."
Dieses Konzept scheint aufzugehen. Die 70 Räume sind aktuell an 45 Jungunternehmer vermietet. Dabei verzichtet man bewusst auf eine Rundum-Betreuung der Mieter: "Wir haben nur die Hülle bereitgestellt. Jeder Mieter investiert selbst in seine Räume." Trotzdem liegt dem Wirtschaftsförderer Bittlinger der wirtschaftliche Erfolg seiner "Schützlinge" sehr am Herzen. Aus diesem Grund begleitet er die Existenzgründer, sorgt dafür, dass sie sich vernetzen und voneinander profitieren.
Der Kontakt zu dem Murnauer Wirtschaftsförderer kam über Anne Bergner zustande. Die Coburger Design-Professorin beschäftigt sich derzeit wissenschaftlich mit der neuen Entwicklung "Maker Spaces". red
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