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Mais muss jetzt vom Acker

Die anhaltende Hitze sowie fehlende Niederschläge über mehrere Wochen hinweg haben in Teilen Oberfrankens zu Minderwuchs und einer teilweisen Notreife des Maises geführt. "Am Tag rollen sich die Blätt...
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Wegen der langanhaltenden Trockenheit und Hitze müssen Landwirte heuer ihren Mais verstärkt nachts oder frühmorgens ernten. Foto: BBV
Wegen der langanhaltenden Trockenheit und Hitze müssen Landwirte heuer ihren Mais verstärkt nachts oder frühmorgens ernten. Foto: BBV
Die anhaltende Hitze sowie fehlende Niederschläge über mehrere Wochen hinweg haben in Teilen Oberfrankens zu Minderwuchs und einer teilweisen Notreife des Maises geführt. "Am Tag rollen sich die Blätter zusammen, damit die Pflanze vor Hitze und Trockenheit geschützt wird", so BBV-Geschäftsführer Harald Köppel.
Da der angekündigte Gewitterregen ausgeblieben ist, muss der Mais auf den leichten Böden teils mit erheblichem Minderertrag und mit kleinen Kolben geerntet werden. Die Futtersituation für die Rinderhaltung wird sich so zusätzlich verschärfen.
"Die moderne Landtechnik braucht Akzeptanz in der Bevölkerung und gegenseitige Rücksichtnahme", sagt Köppel. So sei die Größe der landwirtschaftlichen Fahrzeuge und Maschinen gestiegen. "In kürzester Zeit werden heute große Erntemengen vom Feld zum Hof oder zum Handel gefahren."
Deshalb appelliert der Bayerische Bauernverband an alle Fahrer von land- und forstwirtschaftlichen Fahrzeugen, sich im Straßenverkehr umsichtig und rücksichtsvoll zu verhalten und auch den Dialog mit der Bevölkerung zu suchen. Besondere Rücksichtnahme sei auf den Straßen bei der Begegnung mit anderen Verkehrsteilnehmern angesagt.


Schimmel droht

Die Landwirte sind in diesem Extremjahr gezwungen, die Bestände verstärkt in den frühenMorgen-, Abend- und Nachtstunden zu häckseln und einzufahren. Dies ist laut Kreisobmann Wilfried Löwinger notwendig, "weil sich bei sehr trockenem Erntegut der Mais im Fahrsilo nicht silieren lässt und es zu Schimmelbildung kommen kann". Eine hohe Futterqualität werde angestrebt, um hochwertige regionale Lebensmittel zu erzeugen. red


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