Dietersdorf

Mäuseplage, Trockenheit und schlechte Preise im Jahr 2015

Bei der Gebietsversammlung des Bayerischen Bauernverbandes, Kreisverband Coburg, ging der Unterbezirksvorsitzende Jürgen Angermüller auf das sehr schwierige Jahr 2015 ein. Zu der e...
Artikel drucken Artikel einbetten
Bei der Gebietsversammlung des Bayerischen Bauernverbandes, Kreisverband Coburg, ging der Unterbezirksvorsitzende Jürgen Angermüller auf das sehr schwierige Jahr 2015 ein. Zu der enormen Trockenheit vom Frühjahr bis zum Herbst und der Mäuseplage gab es auch noch sehr schlechte Preise, insbesondere bei Ferkeln, Fleisch und Milch, sodass die Betriebsgewinne im abgelaufenen Jahr massiv zurückgegangen seien. "Dies ist aber nicht das Thema der heutigen Versammlung, sondern ein Thema, das die Bauern genauso umtreibt wie die schlechten Preise, nämlich Bürokratie und Kontrollen", sagte Angermüller einer Pressemitteilung zufolge. War das Berufsbild des Bauern früher von Handarbeit und Stallarbeit geprägt, stünden heute im Mittelpunkt Bürokratie, Kontrollen und viel, viel Schreibkram.
Zu Gast war der stellvertretende Leiter des Prüfteams des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kitzingen, Paul Hutten, der für die Kontrollen im hiesigen Landkreis zuständig ist. Hutten erläuterte den Bauern, was alles bei ihnen vor Ort kontrolliert werde. Dies seien die Nitratrichtlinie, bei der die Bodenuntersuchungsergebnisse kontrolliert werden, der Nährstoffvergleich, der immer wieder Anlass zu Beanstandungen gebe, die Lagerkapazität für Gülle und Güllegruben sowie Fahrsilos und Miststätten.
In der Diskussion zeigte sich, dass die Landwirte verärgert darüber sind, wenn die Flächen von den Prüfern ohne vorherige Absprache mit den Eigentümern kontrolliert werden. Hutten erklärte dies mit den sehr strengen Vorgaben, die die Prüfer hätten, und dass sie nicht eigentümerbezogen kontrollieren müssten, sondern gebietsbezogen. red

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren