Streitberg
Psychogerontologie

Märchen beruhigen Demenz-Kranke

In Pflegeeinrichtungen werden gern Märchen vorgetragen. Neu ist, Märchen gezielt als psychosoziale Intervention nach einem wissenschaftlich erarbeiteten Qualitätsstandard in der Pflege einzusetzen. Di...
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In Pflegeeinrichtungen werden gern Märchen vorgetragen. Neu ist, Märchen gezielt als psychosoziale Intervention nach einem wissenschaftlich erarbeiteten Qualitätsstandard in der Pflege einzusetzen. Die Präventionsmaßnahme "Es war einmal ... Märchen und Demenz" von "Märchenland - Deutsches Zentrum für Märchenkultur" entspricht den gesetzlichen Anforderungen. Die Pflegekassen der AOK Bayern, der IKK classic, der Knappschaft und der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau fördern diese Maßnahme. Derzeit läuft sie in 50 stationären Pflegeeinrichtungen in Bayern, so auch im Seniorenzentrum Martin Luther in Streitberg und im Seniorenzentrum Fränkische Schweiz in Ebermannstadt.

Neben den acht wöchentlichen Erzählungen der Demenz-erzählerin Julia von Maydell, die bei den Bewohnern Kindheitserinnerungen weckt und die Tür ins Langzeitgedächtnis öffnet, gehört zur Maßnahme eine Multiplikatoren-Schulung für das Pflege- und Betreuungspersonal zum Märchenvorleser, die die Nachhaltigkeit des Programms in den beiden Seniorenzentren sichert.

"Das professionelle Auftreten der Märchenerzählerin, die die Märchenstunden frei und sehr aktiv gestaltet, schafft eine ganz besondere Atmosphäre bei den Zuhörern. Bei den Senioren zeigte sich schon bei der ersten Begegnung mit von Maydell eine Atmosphäre der Ruhe und Entspannung - auch bei demenzerkrankten Menschen mit Lauftendenzen", sagt Ralf Hartmann, Sozialpädagoge in den Häusern der Diakonie über die ersten erfolgreichen Märchenstunden. "Die Rückmeldungen sind durchwegs positiv, die gut aufbereiteten Märchen berühren unsere Bewohner." red

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