Memmelsdorf
Gemeinderat

Machbarkeitsstudie als Entscheidungsbasis

Die kommunale Selbstverwaltung ist ein hohes Verfassungsgut, sie macht aber auch viel Arbeit. Und im Zeitalter der Digitalisierung tauchen beinahe täglich neue Aufgaben und Pflichten auf, die oft genu...
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Die kommunale Selbstverwaltung ist ein hohes Verfassungsgut, sie macht aber auch viel Arbeit. Und im Zeitalter der Digitalisierung tauchen beinahe täglich neue Aufgaben und Pflichten auf, die oft genug von einer Kommune alleine nicht mehr geschultert werden können. Auf interkommunale Zusammenarbeit beim Datenschutz zielte dann in der Gemeinderatssitzung von Memmelsdorf auch ein Antrag der Verwaltung, der den Rat einstimmig passieren konnte.

Auch bei der strukturierten Reorganisation der Verwaltung verlässt sich die Gemeinde nicht alleine auf sich selbst. Um der Fehlerquelle Betriebsblindheit auszuweichen, hat der Rat einen Auftrag zur Erstellung von Stellen- und Tätigkeitsbeschreibungen in der Verwaltung vergeben. Selbstverständlich fließen in dieses Konzept die besonderen Bedürfnisse der Gemeinde Memmelsdorf mit ein.

Außerdem wurde beschlossen, für das Ausbildungsjahr 2019 wieder einen Ausbildungsplatz für die Ausbildung zur Fachangestellten oder zum Fachangestellten in der Fachrichtung Allgemeine Innere Verwaltung auszuschreiben.

Der Kofinanzierungsanforderung für den ÖPNV in den Jahren 2020 bis 2024 stimmte der Rat ebenfalls zu.

Das Thema der Kinderbetreuung in Memmelsdorf wird den Rat und die Verwaltung noch öfter beschäftigen. Denn aktuell geht es darum, für 400 Schulkinder und etwa 300 Kinder in den Kindertagesstätten sowie für 160 Kinder in der offenen Ganztagsschulbetreuung (OGTS) und für an die 15 Kinder im Hort in Gundelsheim ein integriertes Betreuungskonzept zu erstellen.

Dringlicher denn je sei ein integriertes Konzept auch deshalb, so Erster Bürgermeister Gerd Schneider (parteilos), weil die Großgemeinde spätestens ab dem Schuljahr 2019/2020 eine Hort-Lösung benötige. Denn ab da könne das bisherige Hortangebot in Gundelsheim nicht mehr garantiert werden.

Und die Verwaltung hatte ihre Hausaufgaben gemacht. So konnte Klaus Pfister vom Ordnungsamt vortragen, dass die erstmalige Einrichtung einer Hortgruppe im Schulhaus Drosendorf sowohl formal und personell als auch organisatorisch am einfachsten umsetzbar wäre. In Drosendorf könnten ab 2019 eine oder zwei Hortgruppen oder ein Hort und eine OGTS-Kurzgruppe untergebracht werden. Noch erforderliche bauliche Nachbesserungen könnten unkompliziert ins Werk gesetzt werden.

Der Gemeinderat musste in der Folge ein ganzes Bündel von Beschlüssen fassen, die wiederum als Grundlage für die ebenfalls vom Ratsgremium schon lange geforderte und in Auftrag zugebende integrale Machbarkeitsstudie zur Kinderbetreuung in Memmelsdorf erforderlich waren.

Abschließend stellte Hanspeter Buba vom Bamberger Basis-Institut das Grundlagenkonzept für die "integrale Machbarkeitsstudie" zur Kinderbetreuung in der Gemeinde Memmelsdorf vor. Insgesamt vier Alternativen sollen entwickelt werden. So zeichnete sich auch gleich ab, dass in Sachen Kinderbetreuung noch viel Arbeit auf das Basis-Institut, die Gemeinde und ihr Ratsgremium wartet.



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