Ebersdorf

"Lust auf weitere sechs Jahre"

Bernd Reisenweber wurde erneut sowohl von der Bürgergemeinschaft Ebersdorf als auch vom CSU-Ortsverband Ebersdorf-Frohnlach als Kandidat für das Amt des Bürgermeisters ins Rennen geschickt.
Artikel drucken Artikel einbetten
Einstimmig nominierten die Mitglieder der Bürgergemeinschaft Ebersdorf - ebenso wie der CSU-Ortsverband Ebersdorf-Frohnlach - Bernd Reisenweber als Bürgermeisterkandidaten. Zu diesem Vertrauensbeweis gratulieren ihm hier BG-Vorsitzender Tom Schultheiß (links) und stellvertretender BG-Vorsitzender Wolfgang Ebertz. Foto: pr
Einstimmig nominierten die Mitglieder der Bürgergemeinschaft Ebersdorf - ebenso wie der CSU-Ortsverband Ebersdorf-Frohnlach - Bernd Reisenweber als Bürgermeisterkandidaten. Zu diesem Vertrauensbeweis gratulieren ihm hier BG-Vorsitzender Tom Schultheiß (links) und stellvertretender BG-Vorsitzender Wolfgang Ebertz. Foto: pr

Alexandra Kemnitzer Bei der Nominierungsversammlung der Bürgergemeinschaft (BG) Ebersdorf sprachen sich die Anwesenden uneingeschränkt für den Amtsinhaber Bernd Reisenweber als Bürgermeisterkandidaten aus. "Ich habe bereits drei Amtsperioden in unserer Gemeinde absolvieren dürfen und kann nur sagen, es waren spannende, herausfordernde, interessante und gute 17 Jahre, die ich gemeinsam mit euch in Ebersdorf erleben durfte", betonte Bürgermeister Reisenweber. Vieles sei in dieser Zeit neu gestaltet, aber auch Bewährtes gesichert und behutsam weiterentwickelt worden.

Mit einer engagierten Rede machte Reisenweber deutlich, dass er "Lust auf mehr und Lust auf weitere sechs Jahre in und für Ebersdorf" hat: "Ich bin gerne Bürgermeister, und ich sehe es als dankbare Aufgabe an, in dem Ort, in dem ich aufgewachsen bin, etwas zu bewegen."

Der Ebersdorfer hat noch einiges vor. Ihm ist viel an einer generationengerechten Haushalts- und Finanzpolitik gelegen. Trotz gewaltiger Gewerbesteuer-Einbußen sei in den vergangenen Jahren gut gewirtschaftet und investiert worden. Schulden seien abgebaut worden, ohne die freiwilligen Leistungen komplett abzuschaffen.

Investitionsmanagement

Bernd Reisenweber versicherte, auch künftig darauf zu drängen, dass Ebersdorf Fördermittel erhält, um notwendige Investitionen tätigen zu können. Zudem will er sich weiterhin dafür stark machen, dass seine Heimatgemeinde mehr zu bieten hat als eine bloße Daseinsvorsorge: "Kommunen brauchen Handlungsspielräume - und wir haben gezeigt, dass wir sie zum Wohle Aller zu nutzen verstehen", führte er weiter aus. Seiner Meinung nach ist kommunales Investitionsmanagement immer eine Gratwanderung, die sich zwischen dem kommunalpolitisch Notwendigen, dem Wünschenswerten und dem finanziell Machbaren bewege. Für die Gemeinde seien weiterhin Investitionen in Bildung und für die Stärkung der örtlichen mittelständischen Wirtschaft notwendig, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen.

Klimaschutz Rechnung getragen

Neue Wege seien beispielsweise in der vorbildlichen Seniorenarbeit mit Seniorenbus, Tagespflege, Pflegeheim und betreutem Wohnen beschritten worden. Vieles sei für die Attraktivität der Gemeinde umgesetzt worden, wie beispielsweise der "Traumritter-Spielplatz", das neue Gewerbegebiet oder der Stadtumbau West. Auch ohne Windkraftanlagen werde mit alternativen Energien wesentlich mehr Strom produziert, als die ganzen privaten Haushalte der Gemeinde benötigen, und damit dem Klimaschutz ("nicht erst seit Greta") Rechnung getragen. Auch die weitere Entwicklung des Gewerbegebiets an der Autobahn und der Industriebrachen hat Reisenweber auf seiner Agenda stehen.

Als Bernd Reisenweber 2002 Bürgermeister wurde, hatte er keinen leichten Start, denn in den ersten beiden Jahren herrschte ein zuweilen eisiger Wind im Gemeinderat. "Heute wird über Parteigrenzen hinweg gut zusammengearbeitet. Wir ziehen alle an einem Strang, ohne das eigene Profil zu verlieren", betonte Reisenweber. Ein ständiges parteipolitisches Gezänk schade letztlich nur der Gemeinde.

"Aus meiner Sicht ist es uns mit der Liste gelungen, den freiwilligen Rückzug langjähriger Stützen durch jüngere, aber dennoch nicht unbekannte Kandidaten auszugleichen", führte BG-Vorsitzender Tom Schultheiß zur Gemeinderatskandidatenliste der Bürgergemeinschaft aus. Jeder Ortsteil sei vertreten. Zudem sei die Liste insgesamt verjüngt worden, denn der Großteil der Bewerber sei unter 40 Jahre.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren