Frauendorf

Luisa und die starken Männer

Luisa Schnapp aus Frauendorf machte beim Jungbauernkalender mit. Bei der offiziellen Vorstellung wurde in Neumarkt eine fröhliche Kalendergirlparty gefeiert.
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Kalendergirl Luisa schwebt förmlich in den Saal hinein und auf die Bühne. Fotos: Achim Schnapp
Kalendergirl Luisa schwebt förmlich in den Saal hinein und auf die Bühne. Fotos: Achim Schnapp
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Matthias Einwag

Die Szene erinnert an Kate Winslet und Leonard DiCaprio auf der Titanic: Ein muskelbepackter junger Mann hebt Luisa anscheinend mühelos in die Höhe, sie breitet die Arme aus und scheint zu fliegen. Geschehen ist das bei der Kalendergirlparty in Neumarkt, die der Landesverband der Bayerischen Jungbauernschaft am Samstag ausrichtete. Bei der Veranstaltung in der dortigen Jurahalle wurden alle sechs bayerischen Models - die anderen sechs Kalenderseiten wurden von Mädchen aus Österreich gestaltet - dem Publikum vorgestellt.
Luisa Schnapp hatte im Vorfeld eine Busfahrt von Frauendorf nach Neumarkt organisiert. Sie lud dazu ihren ganzen Fanclub ein. Sage und schreibe 58 Personen begleiteten die 20-jährige Werkzeugmechanikerin in die Oberpfalz. Mit von der Partie waren Eltern, Tanten, Onkel und Freunde. "Auf der Hinfahrt haben schon alle zusammen auf unser Kalendergirl Luisa angestoßen", berichtet Vater Achim Schnapp.
Am Abend trafen sich die Kalendergirls im feschen Dirndl mit ihren jeweiligen Fanclubs in der Jurahalle. Ein kleiner Festakt mit Prominenz aus Landwirtschaft und Politik war vorgeschaltet. Dann ging's in der Halle ab - Livemusik der Band "Gipfelstürmer", außerdem gab's eine Akrobatik-Show.
Höhepunkt des Abends war der Einzug der Mädchen, die auf einer Kutsche saßen. Gezogen wurde die Kutsche nicht etwa von Ponys, sondern von muskulösen Akrobaten. Es folgte die Vorstellung der einzelnen Models auf der Bühne und danach die eigentliche Vorstellung des Jungbauernkalenders mit Autogrammstunde.
"Auf so einer Bühne mit so vielen Leuten zu stehen, war ein wahnsinnig gutes Gefühl, es war richtig warm durch die ganzen Scheinwerfer", sagt Luisa. "Meine Familie und meine Freunde haben mich den ganzen Abend lang angefeuert."
"Die Jungs haben uns auf der Schulter auf die Bühne getragen, und oben hat dann jede eine andere Hebe-Figur mit den Jungs gemacht", fährt Luisa fort. "Vom Moderator wurde ich vor allem nach meinem außergewöhnlichen Beruf befragt: Ein Mädel als Werkzeugmechanikerin, aufgewachsen auf einem Bauernhof und nun mit lauter Männern zusammenarbeitend?" Er habe sie befragt, wie es komme, dass sie sich für einen technischen Beruf entschieden habe und nicht für einen typischen Frauenberuf. "Er war richtig erstaunt über meinen Männerberuf", erzählt sie erheitert. Doch das schönste Fest ist mal zu Ende. Luisa und ihr Fanclub traten am Sonntag früh die Heimreise an. Achim Schnapp drückt das kurz und knapp so aus: "Am frühen Morgen waren alle platt, wir machten uns auf die Heimfahrt."
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