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Ludwigsstadt freut sich über einen "grundsoliden" Haushalt für das Jahr 2020

Ludwigsstadt —  Von 14 auf 4 Millionen - in den letzten zwölf Jahren hat sich die Verschuldung Ludwigsstadts mehr als gedrittelt. Und auch für 2020 hat die Stadt viel vor. Dementsprechend gute Stimmun...
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Der Bewilligungsbescheid für die Dorferneuerung in Ottendorf liegt mittlerweile vor.  Foto: Heike Schülein
Der Bewilligungsbescheid für die Dorferneuerung in Ottendorf liegt mittlerweile vor. Foto: Heike Schülein

Ludwigsstadt —  Von 14 auf 4 Millionen - in den letzten zwölf Jahren hat sich die Verschuldung Ludwigsstadts mehr als gedrittelt. Und auch für 2020 hat die Stadt viel vor. Dementsprechend gute Stimmung herrschte am Donnerstag bei der ersten Stadtratssitzung in Ludwigsstadt im neuen Jahr, bei der es einstimmig "grünes Licht" für den neuen Haushalt gab.

Geplant ist ein Gesamtvolumen von 12 776 898 Euro. Der Vermögenshaushalt umfasst Investitionen von 4 709 300 Euro. Schwerpunkte bilden neben Straßenbau-Maßnahmen die Dorferneuerungen Ottendorf (440 000 Euro) und Lauenhain (415 000 Euro), die Revitalisierung der Jahns-Bräu-Brache (800 000 Euro), die Errichtung von Regenüberlaufbecken in Ludwigsstadt (400 000 Euro) und Lauenstein (200 000 Euro), der Breitbandausbau (444 000 Euro), Mobilfunk Steinbach/Haide (10 000 Euro), die Sanierung der Badewassertechnik im Hallenbad (115 000 Euro) und die LED-Umrüstung der Straßenbeleuchtung (120 000 Euro). Der durchschnittliche Eigenmittelbedarf der Stadt für die Investitionen beläuft sich auf rund 25 Prozent. Mit jedem selbst aufgewandten Euro kann so ein Wert von vier Euro geschaffen werden.

Bei tatsächlicher Auszahlung der Stabilisierungshilfe und unter Berücksichtigung des voraussichtlichen Rechnungsergebnisses 2019 kann eine Schulden-Reduzierung auf rund vier Millionen Euro zum Jahresende erreicht werden. "Das ist ein solider Haushalt mit entsprechenden Möglichkeiten für Investitionen", würdigte Bürgermeister Timo Ehrhardt (SPD). Gleichzeitig werde die Neuverschuldung auf einem gewissen Niveau gehalten, um die - für den Erhalt von Stabilisierungshilfen erforderlichen - aufschiebenden Bedingungen einzuhalten. Dem Freistaat gegenüber zeigte er sich sehr dankbar für die hohe Förderkulisse. Dank zollte er auch den ortansässigen Unternehmen. Diese hatten in 2019 weitere 86 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze geschaffen; insgesamt 250 neue in den letzten 14 Jahren. Gestiegen ist auch die Anzahl der Erwerbstätigen auf nunmehr 1423.

Für den Haushalt gab es parteiübergreifend viel Lob. Mario Ziener (SPD) sprach von einem eindrucksvollen Haushalt. Zweite Bürgermeisterin Eva Jahn (SPD) meinte gar, dass während ihrer 24-jährigen Zugehörigkeit zum Stadtrat noch kein solch grundsolider Haushalt in dieser Größenordnung verabschiedet worden sei.

"Wir haben alles richtig gemacht und können weiter auf ein gemeinsames Ziel hinsteuern", schloss sich David Martin (CSU) dem Lob an. Laut Hermann Feuerpfeil (FW) habe der Erfolg viele Väter - so auch die hohen Stabilisierungshilfen und Fördersätze, die es in dieser Form nicht ewig weiter geben werde. Jetzt, da es der Stadt finanziell besser gehe, sollte man mit einer verstärkten Förderung insbesondere den Leerstand ehemaliger Geschäfte sowie die Wasserversorgung angehen.

Das Nutzungskonzept für die städtischen Gebäude am Anger Lauenstein wurde durch das Büro plan&werk Bamberg fortgeschrieben und um die Entwicklung von Pfarrhaus und Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde Lauenstein erweitert. Am 10. Dezember fand hierzu eine Sitzung des Kirchenvorstands Lauenstein mit dem Haupt- und Bauausschuss statt. In einer Ortsteil-Bürgerversammlung am 17. Februar um 19.30 Uhr in der Gaststätte "Springelhof" soll ein Meinungsbild der Lauensteiner Bürger zu den Varianten eingeholt und das Nutzungskonzept mit Benennung der Vorzugsvariante abgeschlossen werden.

Stadtumbau geht weiter

Der Stadtrat beschloss die Fortführung des seit fünf Jahren laufenden und zum 30. Juni 2020 endenden Stadtumbaumanagements. Von der Regierung von Oberfranken wird eine Fortführung für weitere drei Jahre nach Neuausschreibung in Aussicht gestellt.

Erfreulicherweise sind die Bewilligungsbescheide des Amtes für ländliche Entwicklung für die Dorferneuerungen Ottendorf und Lauenhain zwischenzeitlich eingegangen. Der in Aussicht gestellte Fördersatz von 90 Prozent wurde bestätigt.

Thomas Rebhan (SPD) erkundigte sich nach den Verhandlungen mit der Deutschen Bahn hinsichtlich der Gestaltung des Bahnhofsumfelds. Hier laufen aktuell, so Geschäftsleiter Frank Ziener, bahninterne Gespräche über die Nutzungsvereinbarung, nachdem die Bahn einen Verkauf bereits ausgeschlossen habe. Maximilian Heyder (CSU) bat, zumindest die größten Schlaglöcher der hochfrequentierten Straße zu schließen. Dies habe man, so Ehrhardt, schon mehrmals beauftragt, weswegen ihm seitens der Bevölkerung zum Teil Steuergeldverschwendung vorgeworfen worden sei, da es sich ja um Bahngrund handle.

Dritter Bürgermeister Hubert Bischoff (SPD) fragte, ob die Telekom für das Aufgraben des Gehsteigs bei der Polizei verantwortlich zeichne. Dies wurde von Ehrhardt bejaht. Man solle, forderte Bischoff, darauf achten, dass dieser wieder ordentlich instandgesetzt werde. David Martin (CSU) informierte über einen Beschluss der JU Ebersdorf, im Ort die untere Bushaltestelle am Feuerwehrhaus aufzufrischen.

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