Steinbach am Wald

Lottogewinn bringt wenig Glück

Fünfmal präsentierte die Theatergruppe Steinbach am Wald vor ausverkauftem Haus die Komödie "Tante Rosels Lottoschein". Die Besucher amüsierten sich köstlich und waren von der Leistung der Laienschauspieler begeistert.
Artikel drucken Artikel einbetten
Tante Rosel erhält die Nachricht vom Lottogewinn. Foto: privat
Tante Rosel erhält die Nachricht vom Lottogewinn. Foto: privat

Thomas Kotschenreuther Steinbach am Wald —  "Tante Rosels Lottoschein" - der Titel des neuen und bereits 22. Stücks, das die Theatergruppe Steinbach am Wald an den vergangenen zwei Wochenenden aufführte, hielt, was er versprach. Alle fünf Aufführungen waren ausverkauft und die Gäste kamen wie in den vergangenen Jahren auf ihre Kosten. "Profis können das auch nicht besser darbieten", so das Fazit eines Besuchers.

Den Dreiakter von Beate Irmisch setzte die Theatergruppe in der Tat einmal mehr perfekt um. Zwei Stunden besten Genusses ermöglichten die Darsteller der Steinbacher Theatergruppe damit ihren Gästen. Mimische Höchstleistungen und Situationen, die an Komik nicht zu überbieten waren, strapazierten die Lachmuskeln der begeisterten Besucher.

Doch zum Stück: Tante Rosel frönt regelmäßig ihrem Hobby, Glücksspielen jeder Art, und verzockt durch ihre Spielsucht ihre gesamte nicht gerade üppige Rente. Dabei trifft sie auf völliges Unverständnis ihrer Umwelt und insbesondere bei Herrmann und Otti Böckel, bei denen sie wohnt.

Doch es kommt, wie es kommen musste. In Elfriedes Krämerladen tippt sie einen Sechser mit Superzahl und gewinnt 7,5 Millionen Euro. Die Freude über die telefonische Nachricht des Lottobeauftragten Fritz Glückauf war so überwältigende, dass sie der sprichwörtliche Schlag trifft. Die gierige Familie entwickelt in der Folge schier ungeahnte Energie, denn eine Auszahlung an die vermeintlich tote Tante kann ja nicht erfolgen. So wird sie, Rosel, erst einmal im Kühlhaus zwischen den Schweinehälften zwischengelagert.

Dann beginnt die Suche nach dem gewinnbringenden Lottoschein. Diese Suche, gepaart mit dem Erscheinen des Lottobeauftragten, führt naturgemäß zu allerlei Verwirrungen, zumal einige falsche Tanten den schick gekleideten "Glückauf" verunsicherten. Letztlich konnte die "wiederauferstandene" Tante Rosel die geldgierige Verwandtschaft um Eberhard Böckel abschütteln und überzeugen, dass der gewinnbringende Lottoschein verloren sei. Gemeinsam mit ihren Liebsten konnte sie am Ende so finanziell sorgenfrei das Leben genießen.

Die Akteure

Einmal mehr begeisterten Sandra Jäkel als Tante Rosel, Michael Löffler als Knecht Buntig im Hause Böckel und Jens Scherbel als Rosels Neffe und Landwirt Böckel. Iris Baier umsorgte als zurückhaltende Bäuerin Otti die Tante. Geldgier treffend umgesetzt hat auch Markus Pohl. Als Neffe Rosels gab er den oberschlauen Rektor Eberhard Böckel. Seine Frau Olinka, dargestellt von Kathrin Fehn, reihte sich nahtlos ein in die überzeugende Darbieterschar. Auch Simone Thyzel lief einmal mehr zur Hochform auf in der Rolle der neugierigen Krämerladenbesitzerin Elfriede Emsig. Frank Hirschböck als Lottobeauftragter Fritz Glückauf heimste mit seinem leuchtend grünen Anzug und seinem Zungenschlag reihenweise die Lacher der Besucher ein. Und nicht zuletzt zeigte Karl-Heinz Jäkel als Pfarrer Gottlob, wie würdevoll man nach Geldquellen für die notwendige Orgel suchen kann.

Sie alle ernteten am Ende des Stücks den verdienten Lohn von Schauspielern, als die Gäste lange vor Begeisterung applaudierten.

Hinter der Bühne wirkten mit: beim Bühnenaufbau Alexander Jäkel; Maske: Laura Baier, Stephanie Wicklein, Jeanette Pabstmann, Kathrin Renk und Yvonne Scherbel; Technik: Ewald Fehn, Michael Sticker, Lukas Jäkel und Jürgen Baier; Souffleuse: Stephanie Wicklein.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren