Ebern
Denkmalpflege

Lotterie-Erlöse kommen der Sanierung der Burgruine Raueneck zugute

Für die Sicherung der Kapelle, der Vorburgmauer, der westlichen Zwingermauer sowie der nördlichen Ringmauer stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) 25 000 Euro zur Verfügung. Es handelt sich ...
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Mit 25 000 Euro aus Mitteln der Stiftung Denkmalschutz soll die Sanierung der Burgruine Raueneck weiter vorangetrieben werden. Foto: privat
Mit 25 000 Euro aus Mitteln der Stiftung Denkmalschutz soll die Sanierung der Burgruine Raueneck weiter vorangetrieben werden. Foto: privat

Für die Sicherung der Kapelle, der Vorburgmauer, der westlichen Zwingermauer sowie der nördlichen Ringmauer stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) 25 000 Euro zur Verfügung. Es handelt sich um Mittel der Lotterie Glücksspirale. Am Mittwoch besuchten Uwe Franke, Ortskurator Oberfranken der Stiftung, und Jörg Urban von Lotto Bayern den Landkreis, um sich gemeinsam mit Landrat Wilhelm Schneider vor Ort die anstehenden Arbeiten erläutern zu lassen. Über das Treffen berichtet die Pressestelle des Landkreises.

Die Burgruine im Landkreis Haßberge ist eines von über 420 Projekten, welche die private Denkmalschutzstiftung dank Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Glücks-Spirale und der Rentenlotterie allein in Bayern fördern konnte. Die DSD unterstützte bereits den ersten Bauabschnitt an der Ruine vor zwei Jahren mit der Sicherung von Pallas, Brücke und Torbau, der östlichen Zwingermauer und der Futtermauern mit 60 000 Euro.

Die Ruine der Burg Raueneck liegt auf dem westlichen Ausläufer des Haubenbergs beim Eberner Stadtteil Vorbach. In 431 Metern Höhe ist sie im Umland weithin sichtbar. Lage und Ausdehnung der zu den wichtigsten Burgen im süddeutschen Raum zählenden Anlage sind beeindruckend. Erbaut wurde die Burg um 1200 von den Herren von Raueneck. Markante Reste der umwehrten Hauptburg mit ihren Wohngebäuden sind ebenso erhalten wie Spuren der großflächigen über mehrere Geländestufen unterteilten Vorburg, in der Stallungen, Speicher, Scheunen, Werkstätten und Gesindebauten standen. Sie haben sich weitgehend als Bodenspuren erhalten.

500 Jahre Baugeschichte

Der erhaltene Bestand - vor allem der Hauptburg - dokumentiert mit eindrucksvoller Architektur bedeutende Bau- und Umbauphasen vom ausgehenden zwölften bis zum 16. Jahrhundert. Vor allem durch ihren aufwendigen Ausbau um 1430 zählt die Burg heute bundesweit zu den herausragenden Beispielen früher Artilleriebefestigungen. Der damals errichtete äußere Mauerring beziehungsweise Zwinger mit seinen raffiniert konzipierten Schießerkern an der Ostseite, den beiden schlanken Halbrundtürmen an der Westseite, dem eckigen Zisternenturm im Südosten und den vielen gut erhaltenen Schießscharten gilt als burgenkundliches Juwel.

Maurer sind gefordert

Die Sanierungsarbeiten umfassen im Wesentlichen Maurerarbeiten. Sie dienen dazu, die oftmals zweischaligen Mauern wieder haltbar zu machen, das Gefüge wiederherzustellen und für einen geregelten Wasserablauf zu sorgen.

Die Burgruine ist im Wald auf einer flachen Anhöhe gelegen und über Forst- und Wanderwege erreichbar. "Diese organisch mit der Natur verbundenen Mauer- und Gesteinspartien später zu betrachten, wird den Reiz, der vom Erscheinungsbild der Burgruine ausgeht, erhöhen", heißt es in der Mitteilung des Landratsamtes. red

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