Bischberg

Lohnt sich Enthärtung?

Ein Experte informierte den Gemeinderat Bischberg über Konsequenzen.
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Schon lange hat die Gemeinde Bischberg ihre Eigenwasserversorgung mit unterschiedlichen Härtegraden und einer damit verbundenen Möglichkeit der Installation einer Wasserenthärtungsanlage im Blick. Auf Antrag des Gemeinderates Raimund Meister (Forum für Bischberg) hatte nun Bürgermeister Johann Pfister (CSU) den Bayreuther Uwe Sauer von Veolia Water Technologies Deutschland als Fachmann in Sachen Wasserenthärtung eingeladen, um den Gemeinderat über Möglichkeiten und Kosten eines solchen Projekts zu informieren.

Bislang bezieht Bischberg 125 000 Kubikmeter Trinkwasser aus Tiefbrunnen in Bischberg und im Weipelsdorfer Wald mit einer Wasserhärte zwischen 21 und 22 Grad, 185 000 Kubikmeter kommen von Fernwasser Oberfranken (FWO) mit einem Härtegrad von 5,5. Der Trend sei, so der Referent, dass immer mehr Trinkwasseranlagen enthärtet werden. Dabei sei hartes Wasser kein "schlechtes Wasser", benötige aber mehr Waschmittel und mehr Salz, technische Geräte benötigten mehr Wartung. Weiches Wasser habe mehr Komfort.

Wenn Bischberg sich für eine Enthärtungsanlage entschließen könnte, würden alleine 28 Tonnen weniger Salz benötigt, für weniger Wartung und Waschmittel könnten die Bürger zudem gut 50 Cent pro Kubikmeter Wasserverbrauch sparen. Im Umkehrschluss würde solch eine Wasserenthärtungsanlage aber auch grob geschätzt rund 1,5 Millionen Euro kosten, die auf den Wasserpreis umgelegt werden müssten. Dann würde der Wasserpreis von derzeit 1,79 Euro pro Kubikmeter um gut 30 Cent steigen; dies entspräche einer Erhöhung um circa 15 Euro pro Einwohner im Jahr.

Erstmal sacken lassen musste der Gemeinderat diese Fülle von technischen und auch finanziellen Informationen, zumal alle Bürger gleichermaßen von dieser Erhöhung des Wasserpreises betroffen wären, auch wenn sie jetzt schon "weiches Wasser" der FWO beziehen.

Auf LED-Technologie umgerüstet werden soll die Straßenbeleuchtung in Bischberg. Hierfür genehmigte der Gemeinderat mit 19:0 Stimmen den Auftrag zur Ausführungsplanung und zur Bauüberwachung der LED-Umrüstung durch die Stadtwerke Bamberg zu einem Angebotspreis von insgesamt 19 989 Euro. Haushaltsmittel wurden im Haushaltsplan 2019 eingestellt.

Ebenso einmütig stimmte der Gemeinderat dem Bauantrag zur Errichtung eines Kinderhortes in Holzmodulbauweise auf dem Mittelschulgrundstrück in Bischberg sowie dem Neubau einer vierten Kindertageseinrichtung in Bereich des Bebauungsplanes "Kirchenäcker" zu.

Im Rahmen der Teilsanierung der Mittelschule Bischberg beschloss der Rat ferner, statt des bisherigen Flachdaches ein leicht geneigtes Blechdach zu errichten sowie die barrierefreie Erschließung herzustellen.

Voran geht es auch mit dem Dorfgemeinschaftshaus in Tüschengereuth: Vergeben wurden die Sanitärarbeiten für circa 22 000 Euro, die Heizungsarbeiten für 33 000 Euro, die Estricharbeiten für 7900 Euro, die Trockenbauarbeiten sowie Innen- und Außenputzarbeiten für insgesamt 59 000 Euro sowie die Kunststofffenster und Raffstores für 16 000 Euro.

1,3 Millionen Euro fürs Hallenbad

Erfreulich war die Mitteilung der Verwaltung, dass von der Regierung von Oberfranken ein Zuwendungsbescheid von rund 1,3 Millionen Euro für die Sanierung des Hallenbades Bischberg eingegangen sei. Ferner teilte Geschäftsstellenleiter Michael Dütsch mit, dass wegen des teilweise immensen Andrangs im "Schuhmannskeller" und der damit verbundenen angespannten Parksituation im Rothofweg im Bereich des "Schuhmannskellers" ein absolutes Halteverbot eingerichtet wurde.

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