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Leserbrief

Lobbyisten haben das Wort

Zum Bericht ",Bienen sind nur ein Vorwand'" vom 24. Januar: Man muss sich fragen, weshalb sich eine regionale Tageszeitung in die Hand von Lobbyisten begibt! Der Bezirksbauernpräsident und Energiebaue...
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Zum Bericht ",Bienen sind nur ein Vorwand'" vom 24. Januar: Man muss sich fragen, weshalb sich eine regionale Tageszeitung in die Hand von Lobbyisten begibt! Der Bezirksbauernpräsident und Energiebauer Hermann Greif nennt das Volksbegehren "Rettet die Bienen" eine Mogelpackung und laut BBV-Geschäftsführer Werner Nützel gibt es genug Bienen - Tendenz sogar steigend. Gegen das Insektensterben kann und will die notleidende Landwirtschaft natürlich nichts tun! Weder einen etwas breiteren Uferrandstreifen noch veränderte Mähzeiten für ohnehin meist zur Energiegewinnung verwendetes Gras. Es wird als abstrus und als Eingriff in die Privatsphäre gebrandmarkt.

Und Ökolandbau? Kommt ja gar nicht infrage! Eine dosierte landwirtschaftliche Düngung soll hingegen die Artenvielfalt laut Greif steigern? Ich frage mich ernsthaft, wie die Insekten in früheren Zeiten ohne moderne Landwirtschaft und Spritzmittel überleben konnten. Bei diesem Volksbegehren muss jeder für sich selbst entscheiden, was ihm wichtiger ist: eine rücksichtslose und gewinnoptimierte Landwirtschaft oder eine Chance für die Umwelt, in welcher übrigens auch Herr Greif und Herr Nützel leben dürfen. Rainer Roth

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