Muggendorf
Marktgemeinderat

Lob von allen Seiten für den Wiesenttaler Haushaltsplan

Lob von allen Seiten gab es im Marktgemeinderat Wiesenttal für den Etat von Kämmerer Hans Müller. Eine Kredittilgung in Höhe von 461 000 Euro in diesem Jahr "geht runter wie Öl", resümierte Bürgermeis...
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Lob von allen Seiten gab es im Marktgemeinderat Wiesenttal für den Etat von Kämmerer Hans Müller. Eine Kredittilgung in Höhe von 461 000 Euro in diesem Jahr "geht runter wie Öl", resümierte Bürgermeister Helmut Taut (FWW) in seiner Haushaltsrede.
Die Personalkosten mit einer Erhöhung um zwei Prozent könne man nicht mit anderen Gemeinden vergleichen, die weder eine offene Ganztagsschule mit verlängerter Mittagsbetreuung noch touristische Einrichtungen wie die Binghöhle, Freibad oder eine Tourist-Info hätten. Bei 80 000 Übernachtungen, 2500 Einwohnern und vielen Tagesgästen ist das Familienschwimmbad in Streitberg für Taut auch keine freiwillige Leistung, sondern eine Pflichtaufgabe. Allerdings müsse man, was die Badsanierung betrifft, noch ein Jahr überbrücken.


Wichtige Investitionen

Als wichtige Investitionen nennt Taut die Dorferneuerung in Streitberg, die Kläranlage in Wüstenstein, die Sanierung des Bürgerhauses in Streitberg, der Gehsteig in Wüstenstein, die Entwässerung der Bergorte, das Wohnbaugebiet "Wirtsäcker" mit rund 27 Bauplätzen in Niederfellendorf, die immerwährenden Themen Wasser und Abwasser und die Investitionen für die Feuerwehren Muggendorf, Streitberg, Oberfellendorf und Birkenreuth. Taut stellt dazu aber auch fest: "Wir werden das, was wir vorhaben, nicht packen." Jedenfalls nicht alles in diesem Jahr.
Was Taut ärgert, ist die Forderung der Schaffung von Ausgleichsflächen für das Wohnbaugebiet, die im Umkreis schwer zu finden sind. Für Taut ist es ein Unding, dass man eventuell in einer Nachbargemeinde Ausgleichsflächen zur Schaffung von Wohnraum aufkaufen müsste.


Viele Zusatzkosten

Taut ärgert sich auch maßlos darüber, dass man bei Baumaßnahmen für sein Geld nichts mehr bekomme, weil die Summen durch Planungskosten, Mehrwertsteuer, Gutachterkosten, Statik, Genehmigung, Vermessung, Bodenproben und vieles mehr in die Höhe getrieben würden. "Wenn du wenig Geld hast, kann es passieren, dass das Geld bei Baubeginn bereits weg ist", sagte Taut.
Auf den Haushaltsplan 2018 selbst ist Taut jedoch stolz, da es ein Gemeinschaftswerk von Verwaltung und Gemeinderat sei. "Unsere Bürger erkennen, dass wir nach vorne schauen und Lebensqualität steigern", meinte der Bürgermeister.
Marco Trautner (FWW) betonte, dass der Etat ein Fortschritt für die ganze Bevölkerung des Wiesenttals seit. Durch das neue Wohnbaugebiet "Wirtsäcker" ermögliche man den Zuzug von Neubürgern ebenso wie das Bauen für Einheimische. Die Sanierung der alten Schule in Birkenreuth ist für Trautner eine Chance für die Vereine und die Sanierung des Bürgerhauses in Streitberg für alle Bürger. Lob gab es von Trautner für die geplante Anschaffung von vier neuen Feuerwehrautos für eine knappe halbe Million Euro.


Wohnungsbau

Dritte Bürgermeisterin Susanne Braun-Hofmann (CSU) erklärte, dass im Haushalt keine Extravaganzen enthalten seien. In den letzten Jahren habe man kontinuierlich Schulden abgebaut, was ohne die Stabilisierungshilfe des Freistaats nicht möglich gewesen wäre. Überlegen müsse man, wie man neue Gewerbetreibende ansiedeln könne. Mit dem Wohnungsbau sei man auf einem guten Weg.
Zweiter Bürgermeister Gerhard Kraus (BGS) mahnte, nicht leichtsinnig zu werden. Den Konsolidierungsweg müsse man auch in den nächsten Jahren beschreiten. Besonders freut es Kraus, dass man Schulden abbauen konnte.
Günter Schürer (CSU) freut es, dass man den Haushalt positiv abschließen kann. Was ihm Angst macht, sind allerdings die sanierungsbedürftigen Gemeindestraßen. Für Manfred Bischoff (FWW) ist die Lebensqualität Garant für eine gute Weiterentwicklung des Wiesenttals.


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