Grafendobrach
Stellungnahme

Linke: Regenerative Energien nur mit Bürgerbeteiligung

Zur Berichterstattung der Bayerischen Rundschau über die Photovoltaikanlage Grafendobrach ging eine Stellungnahme von Oswald Greim, stellvertretender Vorsitzender des Kreisverbands Oberfranken Ost der...
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Zur Berichterstattung der Bayerischen Rundschau über die Photovoltaikanlage Grafendobrach ging eine Stellungnahme von Oswald Greim, stellvertretender Vorsitzender des Kreisverbands Oberfranken Ost der Partei "Die Linke" ein.

"Mehr Photovoltaikanlagen sind notwendig und sinnvoll, wollen wir dem Klimawandel etwas entgegensetzen", betont Greim. Deshalb habe auch der Kreisvorstand der Partei "Die Linke" Oberfranken Ost in seiner jüngsten Sitzung den Beschluss des Stadtrats von Kulmbach zur Photovoltaikanlage Grafendobrach kritisiert.

"Nur wenn wir die fossilen Energien zurückdrängen und zu immer mehr regenerativen Energien kommen, haben wir die Chancen den ökologischen Umbau zu bewerkstelligen", führt Greim weiter aus.

Doch für "Die Linke" müsse der ökologische Umbau "immer auch mit dem Sozialen verbunden werden". Deshalb fordere "Die Linke", die geplante Photovoltaikanlage zur Bürgerenergie-Anlage zu machen. So könne die Akzeptanz erhöht werden und Bürger auch mit kleinen Beiträgen partizipieren.

Bei der Nutzung der Sonnenenergie gebe es nicht nur die Photovoltaikanlagen, sondern immer noch die ganz alte land- und forstwirtschaftliche Nutzung. Auch diese Nutzung habe beim großflächigen Anbau von Monokulturen zur Biogas-Stromgewinnung ihre Schattenseiten.

Diese Nutzung - auch zur Erzeugung hochwertiger ökologischer Lebensmittel - stehe vielfach auch in Konkurrenz mit der Flächenversiegelung durch Photovoltaikanlagen. Angeblich handelt es sich dann immer um "Flächen mit geringer Bodenwertigkeit".

Die Kulmbacher "Linke" fordert deshalb: "Wenn Photovoltaikanlagen, dann in angemessener Höhe, damit darunter noch Schafe, Ziegen oder gar Wildtiere wie Rehe grasen können und noch genügend Sonnenenergie auf dem Boden kommt, damit dort verschiedene Gräser, Blumen, und Kräuter gedeihen können, die nicht nur Bienen, sondern auch anderen Insekten nützen."

So könne der Ausbau der Photovoltaik zusätzlich dem Artenschutz dienen. Diese Art der Bewirtschaftung sei auch finanziell zu fördern, "damit unsere bäuerlichen Betriebe sich auch weiterhin die artengerechte Landwirtschaft leisten können und diese zu ihrer Existenzsicherung beiträgt", schließt Oswald Greim seine Stellungnahme. red



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