Limbach

Limbach erhält neues Gerätehaus

Im Eltmanner Stadtteil tun sich zwei Großbaustellen auf: die Erneuerung des Balthasar-Neumann-Gotteshauses und der Neubau eines Feuerwehrgebäudes.
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Die längste Zeit war dieses Gebäude an der Hauptstraße das Feuerwehrgerätehaus für Limbach. In den nächsten Wochen soll die Entscheidung über den Standort eines Neubaus fallen. Blaskapelle und Chor sollen weiterhin das Haus nutzen können, erklärte der Bürgermeister bei der Bürgerversammlung.  Foto: Sabine Weinbeer
Die längste Zeit war dieses Gebäude an der Hauptstraße das Feuerwehrgerätehaus für Limbach. In den nächsten Wochen soll die Entscheidung über den Standort eines Neubaus fallen. Blaskapelle und Chor sollen weiterhin das Haus nutzen können, erklärte der Bürgermeister bei der Bürgerversammlung. Foto: Sabine Weinbeer
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Sabine Weinbeer

Die Tage des alten Limbacher Feuerwehrhauses sind definitiv gezählt. Bürgermeister Michael Ziegler (CSU) erklärte am Montagabend bei der Bürgerversammlung im größten Eltmanner Stadtteil, dass in den nächsten Wochen die Grundstücksfrage für den Neubau geklärt wird. Dann kann detailliert geplant und vermutlich im nächsten Jahr gebaut werden.
Das alte Feuerwehrgerätehaus direkt an der Hauptstraße entspricht weder modernen Standards noch den Sicherheitsanforderungen eines solchen Gebäudes. Das zweiflügelige Metalltor öffnet sich nach außen über den Gehsteig - und das Fahrzeug fährt direkt auf die Straße.
Da das Gebäude auch von Musikverein und Gesangverein genutzt wird, fragte Andrea Schuhmann, ob bei den Erneuerungsplänen auch an die beiden Kulturträger gedacht werde. Dazu erklärte Michael Ziegler, dass das bisherige Gebäude stehen bleibe. Was man dort eventuell richten müsste, damit es weiterhin als Vereinshaus dienen kann, werde man nach dem Auszug der Feuerwehr sehen.


Millionenprojekt

Auch die Sanierung der Wallfahrtskirche Maria Limbach wird in den nächsten Wochen anlaufen; die Ausschreibungen sind bereits erfolgt, bestätigte Kirchenpfleger Thomas Pflaum. Bürgermeister Michael Ziegler bezeichnete die Balthasar-Neumann-Kirche als Besuchermagnet und "echtes Aushängeschild" für die ganze Stadt. Deshalb sei es auch unumstritten, dass sich die Stadt an der über eine Million Euro teuren Sanierung mit über 100 000 Euro beteiligt. Die Arbeiten beginnen zunächst am Dach, das größere Schäden aufweist, dann folgt die Fassade und vermutlich im nächsten Jahr wird auch eine Innenrenovierung in "Maria Limbach" in die Wege geleitet.


Hinweisschild ist teuer

Wegen der überregionalen Bedeutung der Wallfahrtskirche will Michael Ziegler nachhaken, was aus dem Antrag auf ein Hinweisschild an der Autobahn wurde. Pfarrer Ottmar Pottler erinnerte an sein Anliegen. "Wir haben das eingereicht, aber so ein Schild kostet zwischen 30 000 und 40 000 Euro, weil es an der Autobahn so massive Fundamente braucht", erklärte der Bürgermeister dazu.
Und noch eine "Baustelle" wird in Limbach vorbereitet: "Wir werden heuer mit den Kindern über die Neugestaltung des Spielplatzes an der alten Schule diskutieren, wie wir das bei allen Spielplätzen machen", kündigte der Bürgermeister an.
Bereits fertiggestellt ist die neue Brücke an der Mainschleuse hinüber zum Sportheim und zu den landwirtschaftlichen Flächen. Die hat zwar das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt errichtet, die Stadt war dennoch mit 100 000 Euro dabei. Aus der Versammlung wurde festgestellt, dass es auf der Brücke besonders schnell glatt wird, sie aber nicht gestreut werde. Bürgermeister Ziegler will die Zuständigkeiten bezüglich Räum- und Streudienst klären.
Fast komplett verkauft sind die städtischen Bauplätze im Limbacher Neubaugebiet. "Das hätten wir nie gedacht, dass das so schnell geht", gestand Michael Ziegler ein. Allerdings sei man jetzt in Limbach, wie fast überall in Eltmann, ziemlich am Ende der Möglichkeiten angelangt, um noch neue Bauflächen auszuweisen. Einen Katalog mit den letzten noch denkbaren Flächen habe man ans Landratsamt gegeben, um sie prüfen zu lassen, doch man müsse sich nun verstärkt auf die Innenentwicklung konzentrieren. Die Stadt gehe schon länger auf die Eigentümer von unbebauten Grundstücken und leer stehenden Häusern zu, doch die Resonanz sei eher zurückhaltend, erklärte der Bürgermeister. "Man muss sich halt auch im Klaren darüber sein, dass ein Haus, das womöglich seit Jahrzehnten leer steht, nur noch den Platz wert ist, auf dem es steht", sagte Michael Ziegler. Wenn der Preis stimmt, sei die Stadt gerne bereit, solche Leerstände abzubrechen und eine neue Bebauung im Stadt- oder Ortskern zu ermöglichen.


Parkplätze sollen entstehen

Nicht immer muss es Wohnbebauung sein, die folgt. So entsteht bis August in Eltmann auf dem Gelände der früheren Gärtnerei Keupp und eines benachbarten Bauernhofes ein neuer Altstadtparkplatz, der die Parksituation in der Nähe von Rathaus, Kirche und Stadthalle entschärfen soll.
Weil der Bürgermeister auf die laufende Sanierung der Trinkwasserversorgung eingegangen war, fragte Norbert Schlosser, ob denn in absehbarer Zeit mit einer zentralen Entkalkung zu rechnen sei. Darüber werde man entscheiden, wenn es nach der Sanierung der Hochbehälter an die Trinkwasseraufbereitung geht, erklärte dazu Michael Ziegler. Das Eltmanner Wasser habe 24 Grad Härte, eine Entkalkung könne auf minimal 16 Grad erfolgen. Er habe auch schon mal Berechnungen erstellen lassen, so der Bürgermeister; die zentrale Entkalkung würde den Wasserpreis mindestens um 50 Cent pro Kubikmeter erhöhen. Zunächst müssen aber die vier Hochbehälter der Stadt saniert und teils neu gebaut werden, was ein Millionen-Projekt ist und vermutlich einige Jahre in Anspruch nehmen wird.
Heftig kritisiert wurde das Parkverhalten in der Rathausgasse und der Böhmsgasse. Vor allem ein Auto stehe dort oft am Abend so, dass ein Rettungswagen oder die Feuerwehr nicht mehr vorbeifahren könnten, hieß es. Der Ruf nach einem Parkverbot wurde laut.


Appell an die Vernunft

Das sei eigentlich unnötig, entgegnete der Bürgermeister, denn man dürfe ohnehin nur dort parken, wo die Straße breit genug ist. "Man muss halt manchmal auch ein paar Meter gehen. Wir können doch nicht überall, wo das Parken sowieso per Gesetz verboten ist, auch noch Schilder aufstellen und die Straße bemalen", appellierte er an die Vernunft und Rücksichtnahme. Vielleicht könne man auch den Betreffenden mal ansprechen, meinte das Stadtoberhaupt.
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