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Altenkunstadt

Lieder zum Zuhören und Mitsingen

Von Beethoven bis Wham wurde Altenkunstadter Senioren ein buntes Programm geboten.
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Applaus gab es für Anna und Lena Lipis sowie Selina Nikolaus (von rechts). Sie werden von Larissa Eggloff (links) unterrichtet.  Fotos: Kleinert
Applaus gab es für Anna und Lena Lipis sowie Selina Nikolaus (von rechts). Sie werden von Larissa Eggloff (links) unterrichtet. Fotos: Kleinert
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Deutsche und internationale Lieder, untermalt mit zum Schmunzeln anregenden Lesungen, standen im Mittelpunkt des Weihnachtskonzerts der Chorvereinigung Altenkunstadt am Samstag im großen Speisesaal des Friedrich-Baur-Seniorenzentrums Sankt Kunigund. Den Geschmack des Publikums trafen auch Darbietungen junger Interpreten der Musikschule des Schulverbandes Altenkunstadt/Burgkunstadt/Weismain.

Ein dankbares Publikum

In den Heimbewohnern sowie den vielen Gästen und Musikfreunden fanden die Mitwirkenden ein ebenso aufgeschlossenes wie dankbares Publikum. "Es wäre für uns eine große Freude, wenn wir Ihnen mit unseren Liedern eine kleine weihnachtliche Freude bereiten könnten", erklärte der Vorsitzende des Gesangvereins Singgemeinschaft, Georg Pitteroff. Dem Publikum gefiel, was Sänger und Instrumentalisten 80 Minuten lang zu Gehör brachten.

Vertraute Advents- und Weihnachtslieder, die die älteren Menschen von Kindesbeinen an kennen, ließen schöne Erinnerungen lebendig werden. Auch internationale Beiträge, moderne Rhythmen und "musikalischer Balsam für die Seele" gingen sofort ins Ohr. Dirigentin Larissa Eggloff leitete nicht nur umsichtig den Chor, sie begleitete auch den Gesang auf dem Elektro-Klavier. Georg Pitteroff führte humorvoll durch das Programm, das die Sänger mit der vorweihnachtlichen Weise "Wir sagen euch an den lieben Advent" in einer Bearbeitung von Heinrich Rohr eröffneten. Einfühlsam erklangen das aus Polen stammende Abendlied "Luleise Gottes Sohn" und der temperamentvolle Weihnachtsruf "Zumba, Zumba, hört das Läuten".

Als musikalische Schmankerl entpuppten sich die Lieder "Gesang der Engel" und "Ave Glöcklein". Aus der Feder von J. D. Frieling stammt das Chorwerk "Ein Stern stand am Himmel". Unter die Haut ging Ludwig van Beethovens "Hymne an die Nacht". Hörenswert auch das moderne Spiritual "Dass du mich einstimmen lässt in deinen Jubel, o Herr", für den der Organist und Dirigent Otto Bähr aus dem Altenkunstadter Ortsteil Maineck den Chorsatz geschrieben hat. Stimmungsvoll interpretierten die Sänger John Barcleys "Weihnachtswünsche", denen der englische Choral "We wish you a merry Christmas" zugrunde liegt.

Für "instrumentale Farbtupfer" sorgten drei Klavierschülerinnen der Altenkunstadter Musikschule, die von Larissa Eggloff unterrichtet werden. Aufhorchen ließ die sechsjährige Anna Lipis. Ohne eine Spur von Lampenfieber spielte sie Rolf Zuckowskis "In der Weihnachtsbäckerei" und das aus Russland stammende Stück "Kleines Tannenbäumchen". Zur Überraschung der Zuhörer sang das Mädchen dazu - mal auf Deutsch, mal auf Russisch. Annas Schwester Lena Lipis begeisterte mit George Nevadas "Fantasy in Blue" und mit Daniel Helbachs Stück "Nostalgia". Souverän meisterte auch Selina Nikolaus ihren Auftritt. Sie gefiel mit Kostproben aus dem Soundtrack des französischen Streifens "Die fabelhafte Welt der Amelie" von Yann Tiersen und interpretierte bravourös den Song "Last Christmas" der britischen Gruppe Wham, der sich zu einem Klassiker der populären Weihnachtsmusik entwickelt hat.

Sepp und Frau Maier

Aufmerksam lauschte das Publikum dem berühmten "Ave Maria", mit dem Larissa Eggloff am Klavier den musikalischen Reigen abrundete. Von Sepp, dem Leiter der ehemaligen Altenkunstadter Postfiliale, und Frau Maier, die ihrer Tochter zu Weihnachten ein Päckchen schicken möchte, erzählte eine lustige Geschichte, die Vorsitzender Robert Wilm vom Gesangverein Lyra zum Besten gab. Im Kerzenschein des Christbaums sangen Chormitglieder, Klavierschüler und Publikum bekannte Weihnachtslieder wie "Alle Jahre wieder" und "Süßer die Glocken nie klingen". Mit dem 1816 von Johannes Daniel Falk verfassten "O du fröhliche", einem der bekanntesten deutschen Weihnachtslieder, zogen Sänger und Instrumentalisten den Schlussstrich unter ein Konzert, das den Besuchern noch lange in Erinnerung bleiben wird.

"Das war einfach super. Mir ist richtig warm ums Herz geworden", schwärmte Betreuungskraft Sonja Kraus vom Sozialen Dienst. Den Dank der Heimbewohner übermittelte Heimbeirat Ludwig Groß. Über den herzlichen Beifall der Zuhörer freute sich Vorsitzender Georg Pitteroff. "Applaus ist nun mal das Brot des Künstlers. Schön, dass Sie uns damit gut versorgt haben. Das reicht bis zu unserem nächsten Konzert hier in Ihrem schönen Saal", schmunzelte er.

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