Bad Brückenau
Demenz-Theaterstück

Liebe, Verantwortung, ungelebtes Leben, Einsamkeit

Das Theaterstück "Du bist meine Mutter", eine kostenfreie Veranstaltung für alle am Thema Demenz Interessierten, Angehörigen & Betroffenen, findet am Montag, 22. Oktober, 18 Uhr, in der Georgi-Kurhall...
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Das Theaterstück "Du bist meine Mutter", eine kostenfreie Veranstaltung für alle am Thema Demenz Interessierten, Angehörigen & Betroffenen, findet am Montag, 22. Oktober, 18 Uhr, in der Georgi-Kurhalle in Bad Brückenau statt.

Dieses Theaterstück wurde 1981 am Amsterdamer Werktheater uraufgeführt. Damals spielte der Schauspieler Joop Admiraal die Doppelrolle des Sohnes und der demenzkranken Mutter.

Tochter besucht alte Mutter

In der Aufführung in Bad Brückenau aber besucht die Tochter ihre alte Mutter im Pflegeheim. Auf den ersten Blick nichts weltbewegendes, dennoch sind unter der Oberfläche die großen Themen spürbar: Liebe, Verantwortung, ungelebtes Leben, Einsamkeit. Damit thematisiert das Stück leise und in behutsamer Ironie das Altern und die gewandelte Beziehung von Eltern und Kindern. Die Schauspielerin Gisela Nohl macht beide Figuren, die sie in ständigem Rollenwechsel darstellt, durch ihr subtiles, klares und einfühlsames Spiel zu individuellen Charakteren, die in jedem Moment der Darstellung glaubhaft und nachvollziehbar bleiben.

Podiumsdiskussion

Im Anschluss gibt es eine Podiumsdiskussion zum Thema Demenz. Als wichtiger Akteur im KompetenzNetzwerk Demenz hat es die Capio-Franz-von-Prümmer-Klinik in Bad Brückenau möglich gemacht, dieses Theaterstück kostenfrei anzubieten. Die Stadt stellt dafür den Veranstaltungsraum unentgeltlich zur Verfügung, weil auch der Bürgermeisterin das Thema wichtig ist.

Im Vorfeld findet das ebenfalls für die Öffentlichkeit zugängliche Netzwerktreffen um 16.30 Uhr statt. Darin geht es um die Etablierung von Selbsthilfegruppen für pflegende Angehörige; die seit September 2018 gültigen neuen Fördermöglichkeiten für demenzsensible Einrichtungen durch das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege und natürlich um den Austausch von Erfahrungen und Bedürfnissen unter den Teilnehmenden. red



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