Coburg
coburg.inFranken.de  Bei der Hauptversammlung des SV Coburg-Ketschendorf wurde ein neuer Vorstand gewählt. Ehrungen und wichtige Themen standen auch auf der Tagesordnung.

"Liebe und Leidenschaft"

Nach 49 Jahren sind die Kicker des "Buchbergvereins" wieder dabei. Die Fußballer schafften den Aufstieg in die Bezirksliga und "sind gekommen, um zu bleiben", wie sich Vorsitzender Michael Schulz bei ...
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Der SV Coburg-Ketschendorf ehrte treue Mitglieder (von links): Frank Forkel, Michael Eckelt, Jürgen Scharf, Fabian Schelhorn, Gerald Koch, Vorsitzender Michael Schulz und Jens Burkhardt.  Fotos: Desombre
Der SV Coburg-Ketschendorf ehrte treue Mitglieder (von links): Frank Forkel, Michael Eckelt, Jürgen Scharf, Fabian Schelhorn, Gerald Koch, Vorsitzender Michael Schulz und Jens Burkhardt. Fotos: Desombre
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Nach 49 Jahren sind die Kicker des "Buchbergvereins" wieder dabei. Die Fußballer schafften den Aufstieg in die Bezirksliga und "sind gekommen, um zu bleiben", wie sich Vorsitzender Michael Schulz bei der Hauptversammlung des SV Coburg-Ketschendorf (SVK) ausdrückte. Sportlich hätten alle darauf hingearbeitet und man konzentriere sich nun entspannt auf die neue Saison. Der ehrenamtlich geführte Verein werde keine finanziellen Risiken eingehen und stelle sich den Herausforderungen, sagte der Vorsitzende und fügte hinzu: "Hier auf dem Buchberg wird Fußball mit Liebe und Leidenschaft gespielt." Der Verein verwaltet ein 2,5 Hektar großes Sportareal, mit einem Hart- und Rasenplatz, einem Sportheim und einem neuen Umkleidegebäude. "Wir sind offen für neue Ideen", sagte Schulz weiter. In zurückliegender Zeit seien immer wieder Maßnahmen zur Verschönerung durchgeführt worden. Der Vorsitzende präsentierte auch einen "Wunschzettel". Wunsch Nr. 1 sei statt des Hartplatzes ein Kunstrasenplatz. Dies könne der SVK jedoch nicht alleine schaffen. Der heutige Rasenplatz sei rund 40 Jahre alt. "Ein Flutlicht am Buchberg fände ich chic", war der zweite große Wunsch des Vorsitzenden.

Der Verein habe sich zum Ziel gesetzt, Übungsleiter zu gewinnen und zu fördern. Kritische Worte richtete der Vorsitzende an die Stadt Coburg. Ein Gewerbesteuerbescheid belaste die Finanzen eines kleinen und vor allem ehrenamtlich geführten Sportvereins merklich. Hier müssten die Spielregeln neu gestaltet werden, forderte Schulz. Ferner sei eine Erhöhung der kommunalen Unterstützung für Jugendarbeit, Infrastruktur und Prävention erforderlich. "Ein Lob auf das Ehrenamt", so Schulz, "darf kein Lippenbekenntnis bleiben."

Zentrales Thema ist der Nachwuchs. Die Übungsleiter hätten Probleme, Kinder fürs Fußballspielen zu begeistern. Deshalb werde der SVK beim "YouCo" an der CoJe am 30. Juni auch ein Bambini-Fußballturnier veranstalten. "Alle Mannschaften stehen im Spielbetrieb und auf einem recht guten Tabellenplatz", merkte Michael Eckelt an. Der Verein leiste eine intensive Präventionsarbeit, denn er hole rund 150 Kinder von der Straße und begeistere sie fürs Fußballspielen. Dennoch sei die Sportförderung massiv heruntergefahren worden und reiche vorne und hinten nicht mehr aus.

Aufgrund gestiegener Ausgaben auch im Energiebereich hielt Zweiter Vorsitzender Frank Forkel eine moderate Beitragsanpassung für notwendig. Einstimmig wurde beschlossen, den Beitrag für aktive Jugendliche bis 19 Jahre auf monatlich 5,50 Euro, für aktive Senioren ab 19 Jahren auf monatlich 8 Euro und für passive Mitglieder auf monatlich 5 Euro zu erhöhen. Die Zahl der Kicker im Jugendbereich nehme weiter ab, sagte Frank Forkel. In diesem Jahr zähle der SVK: Kinder bis 13 Jahre 94, Jugendliche bis 17 Jahre 52, 18- bis 26-Jährige 86 und über 26-Jährige 120 Mitglieder. Insgesamt habe der SVK 200 aktive Fußballer, 23 Trainer und drei Schiedsrichter.

Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden Fabian Schelhorn und Jens Burkhardt, für 40 Jahre Jürgen Scharf, Gerald Koch und Frank Forkel ausgezeichnet. Für langjähriges ehrenamtliches Engagement als Mitgliedermanager wurde Günter Nerlich geehrt. Schatzmeisterin Sabine Seyfahrth hat sich viele Jahre um die Finanzen des 350 Mitglieder zählenden Sportvereins und auch sonst um das Vereinsleben starkgemacht. Für dieses Engagement dankte der Vorsitzende im Namen aller Mitglieder. Wolfgang Desombre

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