Der Lichtenfelser Landrat Christian Meißner hat 15 Einrichtungen mit dem Signet "Bayern barrierefrei" ausgezeichnet. Mit diesem "Stempel" möchte die Staatsregierung den unterschiedlichsten Institutionen für ihren Einsatz bei der Verwirklichung dieses Zieles danken.
So übergab der bayerische Sozialstaatssekretär Johannes Hintersberger am 15. September im Landratsamt gleich 16 dieser Zertifikate an Meißner.
Ein Signet durfte der Landrat selbst übernehmen, für umfangreiche Umbaumaßnahmen am Landratsamt wie unter anderem die Schaffung eines barrierefreien Zugangs zu Haupt- und Nebengebäuden über Rampen, eines automatischen elektronischen Türöffners oder eines Plattformlifts vom Hauptgebäude zum Altbau. Die weiteren 15 Auszeichnungen übergab der Landrat am Freitag in den Räumen des Orthopädie- und Sanitätshauses Wirth in Lichtenfels, da die Firma, die erst im Februar 2016 in das neu errichtete Gebäude in der Robert-Koch-Straße umzog, sich unter den Preisträgern befand.


Auch Schulen und Ämter dabei

"Barrierefreiheit ermöglicht die Teilhabe am sozialen und gesellschaftlichen Leben von Menschen mit einem Handicap", betonte der Landrat.
Der Altenkunstadter Bürgermeister Robert Hümmer konnte sich über zwei Auszeichnungen aus seinem Gemeindegebiet freuen. Das Friedrich-Baur-Altenwohn- und Pflegezentrum St. Kunigund erhielt das Signet aufgrund der Schaffung von barrierefreien Doppel- und Einzelzimmern mit 97 Plätzen im Ortskern und das Modellprojekt "In der Heimat wohnen" für die Schaffung von 35 barrierefreien Wohnungen in verschiedenen Gebäuden sowie eines Quartiersmanagements mit diversen Service- und Beratungsleistungen. Beide Einrichtungen waren durch Dr. Otmar Fugmann (Geschäftsführer der Friedrich Baur-GmbH) und den stellvertretenden Diözesan-Caritasdirektor Helmar Fexer vertreten. Das Bad Staffelsteiner Wohnprojekt "In der Heimat wohnen", das sich durch barrierefrei erreichbare Wohnungen und barrierefreie Außenanlagen sowie einem Quartiersmanagement auszeichnet, repräsentierten Helmar Fexer, Gisela Raab von der bauausführenden Firma und der Bad Staffelsteiner Senioren- und Behindertenbeauftragte Walter Mackert. Die beiden weiterführenden Burgkunstadter Schulen sind barrierefrei zugänglich und besitzen behindertengerechte Aufzüge und entsprechende Toiletten, weshalb der Zweite Konrektor der Realschule, Harald Gerner, und der Leiter des Gymnasiums, Thomas Meier, jeweils ein Signet in Empfang nehmen durften. Weitgehend barrierefrei ist auch das Ebensfelder Rathaus. Es verfügt über einen behindertengerechten Zugang, Aufzug, ein Blindenleitsystem und eine Hörschleife. Einen Beitrag zur Barrierefreiheit lieferte auch die Ebensfelder Firma Raab Bau mit ihrem Projekt von zwölf barrierefreien Wohnungen mit einem Lift vom Keller bis zum Dachgeschoss.
Gleich sieben Bewerbungen aus Lichtenfels waren erfolgreich, darunter das Orthopädie- und Sanitätshaus Wirth GmbH. Es bietet Kunden mit körperlicher Einschränkung einen barrierefreien Zugang und Verkaufsraum, barrierefreie Kabinen, einen Treppenlift ins Obergeschoss sowie Behindertenparkplätze.