Bamberg

Licht und Schatten

Brose Bamberg zeigt bei der 71:75-Testspielniederlage gegen Teksüt Bandirma gute und schlechte Phasen.
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Brose-Neuzugang Assem Marei (links) setzt sich unter dem Korb gegen Emanuel Terry durch.  Foto: Daniel Löb
Brose-Neuzugang Assem Marei (links) setzt sich unter dem Korb gegen Emanuel Terry durch. Foto: Daniel Löb

In ihrem fünften Testspiel haben die Basketballer von Brose Bamberg die zweite Niederlage kassiert. Am Samstagabend unterlag die Mannschaft von Trainer Roel Moors in der einzigen Vorbereitungspartie vor den eigenen Fans dem türkischen Champions-League-Teilnehmer Teksüt Bandirma mit 71:75 (40:45). 3500 Zuschauer sahen nach einem stimmungsvollen "Spiel der Champions" mit Bamberger Spielern aus den vergangenen 50 Jahren ein aktuelles Brose-Team, das bis zum Bundesliga-Start am 24. September in Bayreuth noch einiges verbessern muss.

"Wir haben viel Potenzial, aber es braucht noch viel Arbeit und Zeit, um dieses auch voll auszuschöpfen. Bandirma hat viel physischer gespielt als wir. Wenn du gewinnen willst, musst du das auch zeigen", kritisierte Moors sein Team, das dem Gegner 17 Offensivrebounds gestattete und daher den Kürzeren zog.

Sieben Assists von Harris

An beiden Enden des Feldes versuchten die Bamberger zwar, aggressiv zu spielen, allerdings war das nicht immer von Erfolg gekrönt. Den ballführenden Gegner attackierten sie permanent, bewegten die Türken das Spielgerät aber schnell, war die Verteidigung auch schnell geschlagen. In der Bamberger Offensive lief vieles über Christian Sengfelder und Kameron Taylor. Beide Neuzugänge waren wie in den Testspielen zuvor vorrangig für das Scoring zuständig und kamen jeweils auf 15 Punkte. Dennoch versuchten die Bamberger stets, alle Spieler ins Angriffsspiel einzubinden. Elf Assists standen bereits zur Halbzeit zu Buche, nach Spielende waren es 20. Bester Passgeber war Elias Harris mit sieben Vorlagen.

Spielten die Bamberger schnell, kamen sie regelmäßig auch zum erfolgreichen Abschluss. Schwer taten sie sich gegen die flinken Türken, wenn sie in den Positionsangriff gezwungen wurden. Hier fanden sie oftmals nicht die richtige Lösung.

An der Freiwurflinie ließen die Bamberger sechs Punkte, die zum Sieg gereicht hätten, liegen. Nur 54 Prozent betrug die Trefferqoute. Individualtrainer Stefan Weissenböck, der seinen Vertrag am Samstag vorzeitig um weitere drei Jahre bis 2023 verlängert hat, weiß, woran er mit seinen Schützlingen arbeiten muss.

Von den Neuzugängen überzeugten neben Sengfelder und Taylor mit kleinen Abstrichen auch Assem Marei und Nelson Weidemann. Der ägyptische Center hat noch konditionelle Defizite, die bis zum Saisonstart am 24. September in Bayreuth aber behoben sein dürften. Bayern-Leihgabe Weidemann leistete sich gegen die gute Abwehr Bandirmas nur einen Ballverlust, traf seine beiden Dreierversuche und gab zwei Korbvorlagen. Aufbauspieler Nr. 1, Paris Lee, gab zwar fünf Assists, leistete sich aber auch vier Ballverluste. Defensiv zeigte er aber wie seine Teamkollegen viel Einsatzwillen, auch wenn Coach Moors mit dem Resultat nicht zufrieden war. "In der ersten Halbzeit sind wir nur hinterhergelaufen. Wir sind ein junges und unerfahrenes Team, aber das darf keine Entschuldigung sein. Wir müssen härter spielen. Das Team hat heute zwar gekämpft, aber nicht genug", meinte der Belgier. Brose Bamberg: K. Taylor (15 Punkte/2 Dreier), Sengfelder (15/1), Olinde (10/1), Lee (6/1), Weidemann (6/2), Stuckey (6), Marei (6), McLean (5), Harris (2), B. Taylor

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