Buttenheim
Ausstellung

Levi-Strauss-Museum zeigt "Judentum in Buttenheim"

"Judentum in Buttenheim" heißt eine Sonderausstellung im Levi-Strauss Museum (15. März 2018 bis 6. Januar 2019) aus Anlass des 900-jährigen Ortsjubiläums. D...
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Jüdischer Friedhof in Buttenheim Foto: Levi-Strauss-Museum
Jüdischer Friedhof in Buttenheim Foto: Levi-Strauss-Museum
"Judentum in Buttenheim" heißt eine Sonderausstellung im Levi-Strauss Museum (15. März 2018 bis 6. Januar 2019) aus Anlass des 900-jährigen Ortsjubiläums.
Der berühmteste Sohn der jüdischen Gemeinde Buttenheim ist zweifellos Levi Strauss. Allerdings war Buttenheim insgesamt 500 Jahre lang Schauplatz einer florierenden jüdischen Gemeinde. Zahlreiche Zeugnisse sind auch heute noch, mehr als 70 Jahre nach ihrer Auflösung, vorhanden. Diesen Spuren jüdischen Lebens in Buttenheim möchte die Sonderausstellung nachgehen, teilt die Museumsleitung mit.
Die Geschichte der jüdischen Gemeinde geht bis ins 15. Jahrhundert zurück, als sich die ersten Familien in Buttenheim niederließen. Schnell wuchs die Gemeinde an. In ihrer Blütezeit um 1820 war jeder fünfte Buttenheimer Einwohner jüdischen Glaubens. Es gab eine Synagoge, ein Ritualbad, einen eigenen Friedhof, eine Herberge, eine Religionsschule mit Lehrer und zeitweise sogar einen eigenen Rabbiner. Durch Abwanderung ab Mitte des 19. Jahrhunderts schrumpfte die Gemeinde auf nur noch wenige Familien zusammen, die viele Jahre lang fest in das Buttenheimer Gemeinde- und Vereinsleben integriert waren. Bereits von Mitte der 1920er Jahre an kam es jedoch zu Übergriffen, Einschränkungen und Bedrohungen von Seiten der Nationalsozialisten. Im Jahr 1939 konnte die letzte jüdische Familie vor dem Holocaust über London nach New York fliehen.
Ergänzt wird die Schau durch vom Lehrstuhl für Judaistik der Otto-Friedrich Universität Bamberg erstellte Informationstafeln zum Thema "Was Sie immer schon einmal über das Judentum wissen wollten ...", die den jüdischen Glauben vor allem Kindern und Jugendlichen, aber auch interessierten Erwachsenen zugänglich machen. red
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