Zeil am Main
Besichtigung

"Leuchtturm" im Landkreis

Zeil hat viel zu bieten! Das war das einhellige Resümee der Teilnehmer des Ausflugs der CSU Theres nach Zeil. Unter dem Motto "Lerne deinen Landkreis kennen!" hatte CSU-Ortsvorsitzender und Landtagsab...
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Zeil hat viel zu bieten! Das war das einhellige Resümee der Teilnehmer des Ausflugs der CSU Theres nach Zeil.

Unter dem Motto "Lerne deinen Landkreis kennen!" hatte CSU-Ortsvorsitzender und Landtagsabgeordneter Steffen Vogel die Mitglieder und Freunde des Ortsverbandes zu einer Tour durch die Stadt Zeil eingeladen. Der Halbtagesaufenthalt startete mit einer Stadtführung durch Ludwig Leisentritt, der den Theresern viele Anekdoten aus der 1000-jährigen Geschichte der Stadt bei einem Rundgang erläuterte. Ludwig Leistentritt fesselte die Gäste mit Geschichten von historischen Gebäuden in der Speiersgasse, auch von seinem Elternhaus, wie der Ortsverband Theres mitteilte.

Im Anschluss empfing der Zweite Bürgermeister Dieter Köpf die Gäste im Rathaus und stellte die aktuelle Entwicklung und Situation der Stadt mit ihren Stadtteilen vor. Köpf machte deutlich, dass wohl keine Kommune im Landkreis Haßberge so vom Strukturwandel betroffen gewesen sei wie Zeil. Einst hatte die Stadt mehr Arbeitsplätze als Einwohner. Die Firmen Allmilmö, Telefunken und die Zuckerfabrik waren wichtige Arbeitgeber, die nun weg sind, so Köpf.

In der Brauerei

Weiter ging es zur Brauerei Göller, wo Max Göller die Gäste zu einer Brauereiführung empfing. Nicht ohne Stolz stellte Max Göller als einer der drei Brüder, die die Leitung der Brauerei und der Gaststätte nun in den Händen haben, heraus, dass seit 1514 in der Speiersgasse gebraut werde und die Braustätte damit zu den zehn ältesten Brauereien Bayerns gehöre. Seit 1908 sei die Brauerei in den Händen der Familie Göller, mittlerweile in der vierten Generation, sagte er.

"Aus der Region, für die Region", so beschrieb Max Göller den Schwerpunkt der Brauerei: "Wir verwenden außer dem Hopfen aus der Hallertau ausschließlich Zutaten direkt aus der Region und unser Absatz findet auch zu 95 Prozent in der Region statt."

Ebenso zeigte sich der Brauingenieur erfreut, dass die Kunden mehr Wert auf Regionalität und ökologisch nachhaltige Produktion legen, was vor allem den kleinen heimischen Brauereien zugute komme. "Eine solche nachhaltige und ökologische Betriebsführung ist für uns von allergrößter Bedeutung. Deshalb brauen wir zum Beispiel unter der Woche rund um die Uhr, um so Energie zu sparen für das ständige Hoch- und Runterfahren der Anlage", erläuterte er.

Starke Gemeinschaft

Max Göller hob das gute Miteinander mit seinen Brüdern Fritz und Felix hervor, und auch seine Eltern Franz und Eva helfen nach wie vor tatkräftig mit. Diese starke Gemeinschaft macht der Junior auch für den Erfolg und die positive Entwicklung der Brauerei und der Gaststätte verantwortlich. "Mittlerweile haben wir 80 Festangestellte und über 100 Aushilfen für den Saisonbetrieb im Biergarten im Sommer". Auch für neue Produkte zeige man sich offen.

Steffen Vogel zollte der Familie Göller großen Respekt für die unternehmerische Arbeit und stellte die Brauerei mit Gaststätte und Biergarten als einen der "Leuchttürme der Gastronomie im Landkreis" heraus. "Wenn es euch nicht gäbe, würde wirklich was fehlen", sagte der Landtagsabgeordnete Steffen Vogel. red

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