Effeltrich

Letzter Tanz und zwei Krönungen

Fünf Stunden lang unterhielt der Effeltricher Fosanachtsverein "Allamoschee" die Besucher am Samstagabend. Zwei von ihnen wurden sogar mit einer Krone belohnt.
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Narr mit Würde: Altlandrat Glauber als König.
Narr mit Würde: Altlandrat Glauber als König.
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Eine fünfstündige, grandiose Prunksitzung, voller fränkischem Humor, Jubel, Trubel und Heiterkeit war am Samstagabend in Effeltrich geboten. Unter den zahlreichen Gästen waren auch MdB Thomas Silberhorn (CSU) und der Bayerische Umweltminister Thorsten Glauber (FW). Oder die Bürgermeister Heinz Richter aus Neunkirchen, Holger Bezold aus Dormitz, Effeltrichs Bürgermeisterin Kathrin Heimann und Paul Steins aus Poxdorf und der Forchheimer Landrat Herrmann Ulm,

Begrüßen konnte Moderator Harald Wolf zahlreiche befreundete Faschingsgesellschaften. Etwa die Närrischen Siedler Lichteneiche aus Forchheim oder die die Brucker Gaßhenker aus Erlangen - die das Programm mit tänzerischen und humorvollen Einlagen spickten. Insgesamt gelang dem Effeltricher Fosanachtsverein "Allamoschee" an diesem Abend ein fünfstündiges Feuerwerk der guten Laune.

"Harry" Harald Wolf moderierte 18 Programmpunkte mit launigen Worten nach dem Motto "Sehen, Hören, Begeistert sein". Zum reibungslosen Ablauf dieses repräsentativen fränkischen Faschingsabends sorgten vom Fosanachtsverein; die Tanzknirpse "Zwetschgala", die Jugend-, Junioren-, Jugend- und Aktivengarde, vier Tanzmariechen, das "Allamoschee" Männerballett und die Bleedwaafer. Pünktlich um 19.11 Uhr, mit elfGongschlägen, dem Einmarsch der Aktiven mit Präsidentin Elke Mölkner und dem Lied "Wir singen Allamoschee" startete ein unvergesslicher Abend der guten Laune.

Die Juniorengarde eröffnete mit ihrem Marschtanz den tänzerischen Teil.Mit einem herzlichen Applaus wurde der Showtanz "Im Land der Süßigkeiten" der "Zwetschgala" belohnt. Eine Augenweidewie die Kleinsten der Kindergarde mit Begeisterung auf der Bühne tanzen und sich wie Profis fühlen.

Seitenhiebe des KKK

Weiter ging es mit einem Marschtanz der Jugendgarde, bevor der Urerlanger Klaus Karl Kraus die Bühne betrat und für Furore auf der kabarettistischen Bühne sorgt. Humoristische Seitenhiebe blieben nicht aus: Auf das Fränkische pocht KKK besonders. Als Franke gibt es für ihn nur einen Fußball-Verein: "den Glubb". Unverständlich sei, dass ein Franke Bayern-Fan sein könne; "Scho, wenn anner a Bayern-Mützn aufsetzt, g`hört demgleich a Schelln", empfiehlt er als Erziehungsmethode zur Heimatliebe. Manches, so Kraus, sei absurd, meinte Kraus und bewies dennoch Toleranz: Er habe beispielsweise nichts gegen Preußen, "solange sie nur den Mund halten".

Harald Wolf gab Kraus zum Abschied den letzten Kasten Kitzmann-Bier mit auf denWeg, worüber sich KKK riesig freute, "denn mit der Schließung der Erlanger Brauerei haben wir ein Stück Heimat verloren".

Die Tanzmariechen Anna Kupfer und Lisa Siebenhaar zeigten anschließend abwechselnd ihr Können auf der Bühne und wurden dafür mit Applaus kräftig belohnt bevor das Schautanzpaar Marie Greif und Clara Decker mit dem Showtanz "Bankräuber" die Halle begeisterten.

Ein Highlight war auch der "Bärchentanz" der Garde zusammen mit dem Männerballett unter dem Motto "Bauer sucht Frau" . Hier ist der Trainerin Michelle Willert ein großer Wurf gelungen, denn Garde und Männerballett zeigten eine beachtenswerte Mischung aus Akrobatik und Tanz.

Mit Standing Ovation verabschiedete das Publikum und der Fosanachtsverein "Allamoschee" ihr Tanzmariechen Michelle Willert nach 17 Jahren. Sie ging natürlich nicht von der Bühne, ohne sich selbst mit einem Solotanz zu verabschieden. Sie wird dem Verein jedoch als Trainerin für die mehr als 90 Gardemädchen erhalten bleiben.

Einen Querschnitt ihres Könnens zeigten auf der Bühne wieder die "Bleedwaafer". Wie schon seit vielen Jahren hatten auch diesmal Johannes Steinert und Steffen Wolf jede Menge Humor und Informationen zumörtlichen Dorfklatsch im Gepäck.Wer genau zuhörte, wusste genau, um wen es ging im Dorf. Das sie auch musikalisch sind, stellten sie gekonnt mit dem Lied "Madla vo Sta" in den Fassungen von Max Rabe, Annen Maykantereit und Herbert Grönemeyer unter Beweis. Fehlen durfte auch nicht die schon obligatorische "Werbung aus Effeltrich". Präsidentin Elke Mölkner vergab an Thorsten Glauber einen besonderen Fastnachtsorden und die passende Kleidung dazu - in den Vereinsfarben grün. Dazu eine Krone. Auch der Vater des Umweltministers, Altlandrat Reinhardt Glauber, wurde mit Umhang und Krone ausgestattet.

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