LKR Haßberge

Leser fragen, Kandidaten antworten

Die Wähler entscheiden bei der Landtagswahl im Oktober darüber, wer das Sagen hat in Bayern. Auf dem "Heißen Stuhl" am 17. September in Sand müssen sich vier Direktkandidaten aber erst mal den Fragen der Leser und des Publikums stellen.
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Andreas Lösch Es geht darum, wer die Macht bekommt in Bayern. Die CSU hat sie seit Jahrzehnten und wird sie wohl kaum hergeben müssen nach dem Wahlsonntag am 14. Oktober, aber von einer absoluten Mehrheit können die Christsozialen derzeit nur träumen: Laut einer aktuellen Wahlumfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa (im Auftrag der Bild-Zeitung) kommt die CSU derzeit auf nur 36 Prozent. Bei der Landtagswahl 2013 schafften die Schwarzen noch 47,7 Prozent.

Klar, dass die anderen Parteien die Chance wittern, die absolute Macht der CSU zu brechen und eine Politik ins Maximilianeum nach München zu bringen, die sich nicht allein an der Person Markus Söders bemisst: Der Ministerpräsident muss sich mit diesem für CSU-Verhältnisse miserablen Ergebnis Gesprächspartner suchen und Kompromisse eingehen. Der Insa-Umfrage zufolge kämen die Grünen derzeit auf 15, die AfD auf 14 und die SPD auf 13 Prozent. Landtagssitze erobern werden voraussichtlich auch die Freien Wähler (acht Prozent) sowie die FDP (sechs Prozent). Die Linke würde laut der Umfrage mit drei Prozent an der Fünf-Prozenthürde scheitern.

Die Direktkandidaten

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Für den Stimmkreis Haßberge/Rhön-Grabfeld haben mehrere Parteien Direktkandidaten aufgestellt, die der Fränkische Tag im September nach und nach hier vorstellen wird.

Eine Veranstaltung der etwas anderen Art mit interaktivem Charakter steht jedoch am Montag, 17. September, ab 18 Uhr in Sand an: Im Hotel Weingut Goger treffen die vier Direktkandidaten Steffen Vogel (CSU), René van Eckert (SPD), Birgit Reder-Zirkelbach (Grüne) und Gerald Pittner (Freie Wähler) auf das Publikum, die Moderatoren und die Leser des Fränkischen Tags: Diese nämlich stellen die Fragen, die Kandidaten antworten.

"Heißer Stuhl" heißt das Konzept, das der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) mit dem Fränkischen Tag als Medienpartner organisiert hat. "Der ,Heiße Stuhl' hat den Charme, dass die Teilnehmer direkt Fragen stellen können an die Kandidaten", sagt Frank Firsching, Geschäftsführer der DGB Region Unterfranken.

Wähler ganz nah dran

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Dabei werden die vier Kandidaten einzeln "in die Mangel genommen", und zwar von den Moderatoren Viktor Grauberger (DGB), der freien Journalistin Pat Christ, dem Publikum im Saal sowie von den Lesern des Fränkischen Tags, die ihre Fragen der Redaktion haben zukommen lassen (siehe Infokasten unten).

Jeder Kandidat muss laut Firsching 30 Minuten Platz nehmen auf dem "Heißen Stuhl", die Reihenfolge wird am Veranstaltungsabend ausgelost. Dann stellen zunächst 15 Minuten lang die Moderatoren Fragen, danach 15 Minuten lang Publikum und Leser. Wie Firsching weiter erklärt, hat der DGB das Konzept im Jahr 2005 erstmals auf die Bühne gebracht, seitdem findet der "Heiße Stuhl" regelmäßig vor Wahlen statt. Eingeladen werden dabei Kandidaten, deren Partei bereits im Landtag vertreten ist, da es sonst den zeitlichen Rahmen sprengen würde, wie Firsching sagt.

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