Bad Staffelstein
Unser Thema der Woche // Kinder, Kinder

Lesen erleichtert das Leben

Bis Kinder die Buchstaben alle kennen und Wörter oder Texte lesen können, kann es einige Zeit dauern. Schulleiterin Gudrun Mackert der Ivo-Hennemann-Grundschule empfiehlt viel Geduld und Unterstützung von den Eltern.
Artikel drucken Artikel einbetten
Kinder- und Jugendbücher in der Buchhandlung "Buch & Papier": Lesen ist wichtig für die Sprachkompetenz und auch für das Zurechtkommen im Alltag, meint Schulleiterin Gudrun Mackert von der Ivo-Hennemann-Grundschule in Frauendorf.  Foto: Theresa Schiffl
Kinder- und Jugendbücher in der Buchhandlung "Buch & Papier": Lesen ist wichtig für die Sprachkompetenz und auch für das Zurechtkommen im Alltag, meint Schulleiterin Gudrun Mackert von der Ivo-Hennemann-Grundschule in Frauendorf. Foto: Theresa Schiffl
+2 Bilder

theresa schiffl "Wir haben in der ersten Klasse Kinder, die nur Buchstaben erkennen, die einzelne Wörter lesen und dann gibt es auch noch welche, die bereits lesen können", erklärt Gudrun Mackert, Schulleiterin der Ivo-Hennemann-Grundschule. Das lernen die meisten jedoch sehr schnell, so Mackert.

"Die Kinder lernen gerade in den ersten Monaten so viel, das ist wirklich faszinierend! Und auch das Interesse am Unterricht und dem Lesen ist einfach da." Im grundlegenden Unterricht gibt es Lese-, Schreib- und Rechenübungen, die ungefähr 20 Minuten dauern, in denen die Kinder auch sehr konzentriert arbeiten. "Manchmal ist es auch länger, je nachdem. Wir müssen die Kinder da abholen, wo sie gerade stehen." Das sei auch beim Lesen lernen sehr wichtig.

"Vor 20 Jahren, als ich meine erste Klasse hatte, kam eine sehr besorgte Mutter zu mir. Ihr Sohn hatte beim Einkaufen das Wort Milch nur stockend lesen können. Sie hat mich dann gefragt, ob das normal ist", erzählt sie und lacht. Aus Erfahrung weiß sie, dass nicht jedes Kind gleich schnell lernt. "Bis Allerheiligen sind die meisten so weit fit, dass sie lesen können. In anderen Klassen hat es aber auch schon bis Weihnachten oder Ostern gedauert. Das ist aber nicht schlimm und muss Eltern auch nicht beunruhigen." Neben viel Geduld können sie ihre Kinder unterstützen und sie zum Lesen animieren. Man merke, dass den Eltern das Thema sehr wichtig sei.

Und aus gutem Grund. Wie das Bundesministerium für Bildung und Forschung schreibt: "Ergebnisse der Bildungsforschung belegen es: Schon in den ersten Lebensjahren werden bei Kindern die Grundlagen für späteres erfolgreiches Lernen und damit für gute Entwicklungs-, Teilhabe- und Aufstiegschancen gelegt." Zudem erweitert es das Weltbild und regt Kinder dazu an, sich in andere Menschen hineinzuversetzen. Dadurch werden soziale Fähigkeiten verbessert.

"Es ist wichtig für die Persönlichkeitsentwicklung und den Alltag. Sie können sonst keine Schilder, Zugpläne oder ähnliches lesen. Ohne geht es einfach nicht. Und auch hinsichtlich der Digitalisierung: Lesen und Schreiben, aber auch Rechnen ist natürlich eine sehr wichtige Grundlage für den Umgang mit digitalen Medien."

Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren