Lonnerstadt

Leitfaden für Lonnerstadt

Fibel soll für einheitliche Standards bei der Gebäuderenovierung sorgen.
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Wie hier am Marktplatz wurde in den vergangenen Jahren bereits Einiges saniert in Lonnerstadt. Fotos: Yannick Hupfer
Wie hier am Marktplatz wurde in den vergangenen Jahren bereits Einiges saniert in Lonnerstadt. Fotos: Yannick Hupfer
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Die Häuser in Lonnerstadt haben architektonisch viel zu bieten: Es sind Gebäude mit sehenswertem Fachwerk - zumindest im Altort. Doch manche Häuser verfallen zusehends, andere wiederum sind verdeckt von Platten, die in den 1970er und 80er Jahren angebracht wurden. Am Donnerstagabend fand im Rathaus ein Workshop mit Bürgern statt, die eine Fibel ausarbeiten sollten. Eine Fibel, die grobe Richtlinien für den Altort festhalten soll, wenn ein Hausbesitzer sein Eigentum renovieren möchte.

"Wenn man eine Bürgerbeteiligung hat, ist die Akzeptanz danach größer", stellte Zweite Bürgermeisterin Regina Bruckmann fest.

Bereits Anfang der 2000er Jahre wurde ein Sanierungsgebiet ausgewiesen, das fast den kompletten Ort abzüglich der Neubaugebiete umfasst. Wie Stadtplaner Frieder Müller-Maatsch am Donnerstag erklärte, ist deshalb aber auch die Vielfalt der Häuser groß. Wer in diesem Gebiet sein Haus renovieren will und sich an die Fibel hält, kann Fördermittel erhalten.

Lonnerstadt geht es dabei wie vielen Gemeinden. Wo früher Bauernhöfe waren, stehen heute oft nur noch ungenutzte Scheunen. "Wir haben Gebäude im Dorf, die ursprünglich für eine ganz andere Nutzung errichtet wurden", erklärte Müller-Maatsch. Demnach habe es in Lonnerstadt viel Landwirtschaft und Handel gegeben.

Die zehn Teilnehmer des Workshops waren sich einig, dass im Altort Einiges getan werden muss, um ihn attraktiver zu machen. "Ich war richtig erschrocken", beschrieb ein Teilnehmer seinen ersten Rundgang durch Lonnerstadt vor zehn Jahren. Alles sei trist gewesen.

Doch anderen Leuten vorschreiben, wie sie renovieren sollen? Das fragte ein Teilnehmer in die Runde. "Wir versuchen, die Leute zu beraten und zu motivieren", antwortete der Planer.

Konkret sind die Themen in der Fibel unter anderem: Dach, Fassade, Sockel, Haustüre, aber auch Barrierefreiheit und Werbeanlagen. Nun sollen sich die Teilnehmer bis zum nächsten Workshop Gedanken über die Themen machen. Fest stand für Müller-Maatsch jedenfalls Eines: "Wir wollen das individuelle von Lonnerstadt in der Gestaltungsfibel haben."

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