Coburg

"Leidenschaft ist das beste Werkzeug!"

Die erfolgreichen Jug-Gesellen und Jung-Gesellinnen wurden freigesprochen. Neben aufmunternden Worten bekamen sie von den Festrednern auch die Mahnug mit, sich stets weiterzubilden.
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Die Kreishandwerkerschaft Coburg sprach am Mittwoch 50 junge Männer und Frauen nach erfolgreicher Berufsausbildung frei. Foto: Martin Koch
Die Kreishandwerkerschaft Coburg sprach am Mittwoch 50 junge Männer und Frauen nach erfolgreicher Berufsausbildung frei. Foto: Martin Koch
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Die Kreishandwerkerschaft Coburg hat bei einem Festakt im Coburger Pfarrzentrum St. Augustin 50 junge Menschen nach ihrer erfolgreichen Berufsausbildung freigesprochen. "Der Gesellenbrief ist die wichigste Grundlage für Ihre Zukunft", sagte der Vizepräsident der Handwerkskammer für Oberfranken, Matthias Graßmann, in seiner Festrede.

"Er ist der Baustein für eine erfolgreiche Karriere im Handwerk." Diese Urkunde bescheinige drei Tugenden des Handwerkers: Wissen, Können und Wollen! Graßmann wünschte den Jung-Gesellen und -gesellinnen Leidenschaft für ihren Beruf. Die Junghandwerker seien als Fachkräfte enorm gefragt und begehrt. Allein in Oberfranken seien rund 20 000 Fachkräfte gesucht.

Graßmann: "Handwerk hat Visionen, Handwerk hat Zukunft, Handwerk ist Vielfalt, Handwerk ist digital, und Handwerk macht Sinn." Die grundlegende Berufsausbildung sei aber nur ein Teil des persönlichen Wegs. "Gerade vor dem Hintergrund der Digitalisierung verändert sich die Arbeitswelt heute schneller denn je", sagte der HWK-Vizepräsident. "Da ist von Ihnen als qualifizierte Nachwuchskräfte Flexibilität gefordert."

Es sei wichtig, immer am Ball zu bleiben sowie neue Entwicklungen zu beobachten. "Behalten Sie dabei die Werte und Ideale des Handwerks fest im Blick."

Bei seinem Auftritt in Coburg nutzte der oberfränkische Handwerks-Vize auch die Gelegenheit zu einer Wiederaufwertung der Meisterpflicht. Graßmann lobte die Unterstützung durch die Familien der jungen Leute und die beiden Berufsschulen. Er wies auf das Engagement der Betriebe hin. 231 Betriebe der Kreishandwerkerschaft Coburg bildeten derzeit 625 junge Männer und Frauen aus.

"Seid stolz auf euer Ziel, wir alle sind es", sagte Kreishandwerksmeister Jens Beland zu den Jung-Gesellen und -Gesellinnen. "Euer Gesellenbrief öffnet Euch überall auf der Welt die Türen!" Aber ausdrücklich zum Aufbruch in die weite Welt wollte Beland die Leute nicht ermuntern. "Ihr werdet auch hier dringend gebraucht."

Oberfranken suche qualifizierte Fachleute "vom Bäcker bis zum Zimmerer", auch potenzielle Unternehmensnachfolger seien gefragt.

"Sie haben sich ein Stück Freiheit erworben", sagte Oberbügermeister Norbert Tessmer. "Machen Sie was daraus!" Außer Tessmer waren auch Landrat Sebastian Straubel sowie mehrere Bürgermeister aus dem Landkreis zu Gast. Die musikalische Ausgestaltung übernahmen das Ensemble Bojana Blomann.

Freigesprochen wurden

Bäcker: Semia Aydin, Hamid Hussein und Eva Jugenheimer. Bäckerei-Fachverkäuferinnen: Kristin Klett, Lena Steiner, Annabell Meißner-Reuß und Christina Reger. Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement: Sophie Bräutigam, Johanna Herdan, Steffen Kiesewetter, Pascal Höhn und Marie-Christin Elleder, Michael Scheler, Nicklas Münch, Lukas Ress, Sarah-Jane Sixtl. Fleischer: Maxim Golman, Till Haller, Gunnar Flessa, Fabian Fiebig. Friseur/in: Lukas Bauer, Gina Denk, Isabell Maul, Julia Steinhöfel, Aylin Tahiri, Mohammad Tahjlo. Maurer: Marcel Engel, Robert Welz, Habid Shah Daoudzai, Ali Gholam Rasoli. Beton- und Stahlbetonbauer: Jannik Fröba. Mechatroniker: Tobias Baum. Feinwerkmechaniker: Jannik Schilling, Frederik Herrmann, Marius Hildebrandt, Marcel Schäftlein, Justin Wachenschwanz. Metallbauer: Adrian Dorst, Jonas Krause, Oliver Witerspan, Luc Oltmanns. Schreiner: Lukas Friedrich, Michel Gerhardt, Jannik Gemeinhardt, Felic Cyranek, Lisa Neumann, Franziska Langbein, Elisabeth Roth, Donatus Roth, Maximilian Weigand.

Für besondere Leistungen gab es Extra-Prämien für Lisa Neumann (links), Elisabeth Pohl und Gunnar Flessa. Lob gab es auch für drei junge Leute, Geflüchtete aus Afghanistan und Syrien, die sich souverän mit überdurchschnittlichen Leistungen bei der Gesellenprüfung behauptet haben: Mohammad Tahjlo, Habid Shah Daoudzai, Ali Gholam Rasoli. Sie werden von ihrer Lehrbetrieben auch weiter beschäftigt.

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