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Lehrer und Erzieher informierten sich über Reifeverzögerungen beim Kind

Hatte die Sonderschullehrerin Lilian Dietz vor vier Jahren beim BLLV-Nachmittag "Grundschule und Kindergarten Hand in Hand" zum Thema "Sprachstörungen im pädagogischen Alltag" referiert, so stand in d...
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Die Teilnehmerinnen aus Kindergarten und Grundschule waren von den Ausführungen von Lilian Dietz zum Thema "Schulisches Lernen eingeschränkt durch sensomotorische Reifeverzögerungen" beeindruckt.  Foto: jf
Die Teilnehmerinnen aus Kindergarten und Grundschule waren von den Ausführungen von Lilian Dietz zum Thema "Schulisches Lernen eingeschränkt durch sensomotorische Reifeverzögerungen" beeindruckt. Foto: jf
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Hatte die Sonderschullehrerin Lilian Dietz vor vier Jahren beim BLLV-Nachmittag "Grundschule und Kindergarten Hand in Hand" zum Thema "Sprachstörungen im pädagogischen Alltag" referiert, so stand in dieser Woche das Thema "Schulisches Lernen eingeschränkt durch sensomotorische Reifeverzögerungen" auf dem Programm. Dabei ging es im Wesentlichen um Abweichungen in der frühkindlichen Bewegungsentwicklung als mögliche Ursachen für spätere Lernauffälligkeiten im Vorschul- und Grundschulalter. Der BLLV ist der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband.

Dietz begann ihren hochinteressanten Vortrag mit einer kurzen Zusammenfassung der Bedeutung frühkindlicher Reflexe und Reaktionen in der motorischen Entwicklung des Menschen. Sie stellte fest, dass diese in festgelegten Abfolgen bereits während der Schwangerschaft verlaufe. Die Reflexe sind nach ihren Angaben bei der Geburt voll ausgeprägt, helfen dem neuen Erdenbürger bei diesem weitreichenden Geschehen und ermöglichen dem Kind das Überleben unter den ungewohnten Voraussetzungen.

Die Referentin listete die frühkindlichen Reflexe auf, nannte Ursachen für mögliche Abweichungen im neuromotorischen Aufrichtungsprozess und nannte Erkennungsmöglichkeiten bezüglich eventueller Auffälligkeiten im pädagogischen Alltag. Für die rund zwei Dutzend Teilnehmerinnen war es nicht immer ein Leichtes, die detaillierten Ausführungen gedanklich nachzuvollziehen, denn die Menge der Informationen verlangte einen hohen Aufmerksamkeitsgrad. Lilian Dietz gelang es aber immer wieder, ihre Ausführungen durch praktische Darstellungen so zu untermauern, dass manche theoretische Erläuterung dadurch rasch einsichtig wurde.

Nach dem "Grundkurs" ging es nach der Pause zum praktischen Teil. Das, was im ersten Teil fundiert wurde, untermauerte die Referentin nun mit Übungen, die so lustige Namen wie "Fledermaus", "Igel", "Käfer", "Katze", "Schubkarre" oder "Waschstraße" trugen. Die Teilnehmerinnen lernten Förderansätze im pädagogischen Alltag für Kinder mit möglichen Restreaktionen kennen, die sie in Kindergarten und Schule anwenden und sie in der Diagnostik unterstützen können.

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