Hammelburg
Ausbildungszentrum

Lehrer auf ungewöhnlichem Terrain

Auf ungewohntem Terrain machten in der vergangenen Woche sieben Schulleiter Boden gut: Sie informierten sich am Ausbildungszentrum Infanterie über die Aus- und Fortbildung bei der Bundeswehr. Die Beru...
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Beim "Waffenträger Wiesel" informieren sich die Besucher zu den Gefechtsfahrzeugen der Infanterie.  Foto: Patrick Böhmer
Beim "Waffenträger Wiesel" informieren sich die Besucher zu den Gefechtsfahrzeugen der Infanterie. Foto: Patrick Böhmer
Auf ungewohntem Terrain machten in der vergangenen Woche sieben Schulleiter Boden gut: Sie informierten sich am Ausbildungszentrum Infanterie über die Aus- und Fortbildung bei der Bundeswehr.
Die Berufsschulleiter aus dem Raum Leipzig besuchten für zwei Tage das Ausbildungszentrum Infanterie sowie für einen Tag das Vereinte-Nationen-Ausbildungszentrum der Bundeswehr in Hammelburg. "Es geht darum, Ihnen zu zeigen, wie wir sind", benannte Oberst Axel Grunewald, stellvertretender Kommandeur und Leiter des Bereichs Lehre und Ausbildung, das Ziel des Besuchs. Neben einigen Vorträgen standen Stationen zum Mitmachen im Vordergrund.
Am Schießsimulator für Handwaffen "AGSHP" legten die Schulleiter sogleich selbst Hand an und schossen auf die digitalen Zielscheiben. Die "eher durchwachsenen" Schießergebnisse bestätigten die Erwartungen: Nur eine gründliche Vorausbildung führt zu einem guten Trefferbild. Das AGSHP dient zur vorbereitenden Ausbildung von Soldaten vor dem ersten scharfen Schuss.
Umso überzeugender präsentierten sich die Besucher an der "Lehr- und Trainingsbahn" (Letra-Bahn). Dort gilt es Hindernisse zu überwinden, welche für einen Einzelnen nicht lösbar sind. In der Gruppe lassen sich diese durchaus kniffeligen Aufgaben zum Beispiel mit Hilfe von kurzen Brettern und einer Seilwinde lösen. So schafften es alle Gruppenmitglieder wohlbehalten über eine Sandgrube, wobei der Sand nicht berührt werden durfte. Soldatinnen und Soldaten trainieren hier während ihrer Ausbildung die gemeinschaftliche Problemlösung unter Zeitdruck.


Mit anderen Augen

Bei der Verabschiedung lobte einer der Teilnehmer: "Ich konnte mir einen eigenen Eindruck verschaffen und nehme die Bundeswehr nun anders wahr." Viel zu oft sei die Rede von Missständen, obwohl die meisten Soldaten ihren Auftrag tagtäglich vorbildlich erfüllten. Oberst Grunewald nahm diese Anmerkung auf und appellierte: "Geben Sie Ihre Erfahrungen an die Schüler und Kollegen weiter."
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