Lautertal

Lautertal ehrt engagierte Mitbürger

In der Sitzung am Donnerstag gab es eine öffentliche Würdigung. Und bei den Lautertaler Feuerwehren tut sich einiges.
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Feldgeschworene bei der Arbeit an einem Grenzstein  Foto: CT-Archiv
Feldgeschworene bei der Arbeit an einem Grenzstein Foto: CT-Archiv
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Seit 40 Jahren ist Wolfgang Heinze ehrenamtlich als Feldgeschworener tätig. Zweiter Bürgermeister Martin Rebhan würdigte dessen Einsatz bei der öffentlichen Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend als "Hüter der Grenzen und zur Wahrung nachbarschaftlichen Friedens". Er überreichte ihm die Urkunde und ein Präsent im Namen des bayerischen Finanzministers Albert Füracker. Heinze hatte an der ursprünglichen zentralen Ehrung aus Termingründen nicht teilnehmen können.

100 Blutspenden hat Gemeinderat Bernd Wicklein für die Hilfe am Nächsten geleistet. Rebhan lobte dessen uneigennütziges Engagement. So viele Blutspenden seien Ausdruck für eine "wichtige freiwillig eingegangene Verpflichtung", sagte der amtierende Bürgermeister und übergab Wicklein eine Urkunde, das goldene Ehrenzeichen und ein Geschenk der Gemeinde.

Die Löschgruppe der Feuerwehr Tiefenlauter erhält eine neue Unterkunft im Garagengebäude am Wasserhaus. Dazu laufen bereits bauliche Maßnahmen durch den Bauhof nach den Wünschen der Kameraden, denen der Gemeinderat zustimmte. Der Umzug ist erforderlich, nachdem die bisherige Unterkunft im Anwesen Thüringer Straße 12 gemäß vertraglicher Vereinbarung zum 30. April geräumt werden muss. Damit folgte das Gremium einem Antrag von Gemeinderat Norbert Seitz. Die Garage am Wasserhaus wird geteilt und es entstehen außer der Unterstellmöglichkeit für den Tragkraftspritzenanhänger auch ein Aufenthaltsraum sowie eine Toilette und eine Küchenzeile. Wie Bauamtsleiter Peter Welz informierte, erhalten die Räumlichkeiten einen Kanal- und Wasseranschluss und die Wünsche der Löschgruppe nach dem Einbau zusätzlicher Türen, einer Belüftung und einem Lichtband im neuen Tor werden umgesetzt.

Seitz bedankte sich beim Bauamtsleiter dafür, dass alles wie gewünscht umgebaut wird. "Es wird zwar kein Prunkbau, aber eine praktikable Lösung, mit der wir gut leben können", erklärte er in der Gemeinderatssitzung am Donnerstag.

Die Jubiläen 50 Jahre Großgemeinde Lautertal und 50 Jahre Freiwillige Feuerwehr Lautertal sollen vom 27. bis 30. Juni mit der gesamten Bevölkerung und Gästen gebührend gefeiert werden. Neben anderen Veranstaltungen findet am Festsonntag das Kreisfeuerwehrfest in der Gemeinde statt. Wie Martin Rebhan bekanntgab, vergibt der Gemeinderat den Auftrag für die Bereitstellung, den Auf- und Abbau sowie die Betreuung der gesamten Veranstaltungstechnik für die Festtage an eine Firma aus Coburg zum Angebotspreis von 14 200 Euro (brutto). Der Auftrag für den Sicherheitsdienst erging an eine Detektei aus Coburg über 4250 Euro.

Berücksichtigt wird dabei auch, dass die Anzahl der Stunden der Mitarbeiter variabel ist und man sich zudem nach möglicherweise weiteren behördlichen Forderungen richten muss. Die dadurch eventuell entstehenden Mehraufwendungen genehmigte der Gemeinderat ebenfalls.

Aufgrund eines Gutachtens und zur Verhütung möglicher Gefahren legte der Gemeinderat fest, die Fußgängerbrücke über die Lauter im Gebiet Am Brunnen/Wassergasse zu sperren. Das Gremium beauftragte die Verwaltung, nach einer Variante für die Sicherung der Stabilität der Wehranlage zu suchen.

Sehr gut angenommen werde das Anrufsammeltaxi, berichtete Martin Rebhan anhand einer Übersicht aus dem Jahre 2018. Demnach fanden 8904 Fahrten statt, das seien 337 mehr als im Jahr zuvor. "Das bedeutet ein Plus von 691 Fahrgästen bei einem Mehraufwand für die Kommune von rund 100 Euro, die wir sicher gerne zusätzlich ausgegeben haben", stellte er fest.

Eine Statistik stellte Rebhan zur Entwicklung des Schulstandortes Lautertal vor. Dabei wurde deutlich, dass von den Schülern der Nachbargemeinden besonders viele aus Dörfles-Esbach weiterführende Schulen in Coburg besuchen. In der Schule "Am Lauterberg" hätten alle Schüler einen Abschluss erreicht. Allerdings werde deutlich, dass der Anteil der Qualifizierenden Hauptschulabschlüsse zurückgegangen sei. Nachdem dazu einige Fragen aus dem Gremium aufgekommen waren, schlug der Zweite Bürgermeister vor, den Schulleiter in eine der nächsten Sitzungen einzuladen.

Zeitgleich mit der Europawahl wählen die Lautertaler Einwohner am 26. Mai ihren neuen Bürgermeister. Mit Karl Kolb (ÜPW) und Martin Flohrschütz (CSU/LV) stellen sich zwei Kandidaten zur Wahl. Die Vorstände der Wahlbezirke wurden festgelegt.

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