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Laufer Mühle stellt ihre Arbeit vor

Über die Arbeit der Laufer Mühle informierte sich unlängst der Landesarbeitskreis Familie und Soziales der Freien Wähler (FW). Es ging um das neue Integrationsprojekt "Domino", älter werdende Bewohner...
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Über die Arbeit der Laufer Mühle informierte sich unlängst der Landesarbeitskreis Familie und Soziales der Freien Wähler (FW). Es ging um das neue Integrationsprojekt "Domino", älter werdende Bewohner und die Zusammenarbeit mit Behörden.
Insgesamt 300 Personen werden aktuell durch die sozialen Betriebe der Laufer Mühle betreut. Dies, so erläuterte Geschäftsführer Michael Thiem, war am Anfang nicht absehbar. Denn der Schwerpunkt der Arbeit in der Laufer Mühle liegt auf der Unterstützung suchtkranker Menschen. "Die galten Anfang der 1990er Jahre als hoffnungslose Fälle", so Thiem. "Doch das wollten wir Sozialpädagogen nicht akzeptieren. Wir hatten das Gefühl, etwas machen zu müssen."
Aus diesem Antrieb heraus entstand das Konzept, die alte Laufer Mühle zu übernehmen und das 14-Hektar-Anwesen mit Suchtkranken zu bewirtschaften. "Kein Mediziner oder Amt glaubte an unseren Erfolg. Aber die Aussicht darauf, nur noch ein Drittel der Kosten für die Unterbringung von Suchtkranken ausgeben zu müssen, ermöglichte uns zum Start die Unterstützung der Behörden", betont Thiem. Heute ist das Projekt ein vielfach ausgezeichnetes Erfolgsmodell.
Schwierig wird es allerdings, so der Leiter der Laufer Mühle, wenn Kranke ihre Sucht überwunden haben. "Dann kommt der Bezirk nicht mehr für die Unterbringung auf. Wir müssten die Leute alleine ins Leben entlassen." Doch viele sind nach einer Suchtproblematik dafür nicht selbstständig genug. "Die Folge ist Überforderung, die meist zu einem Rückfall führt", erläutert Thiem. Deshalb entschloss sich die Laufer Mühle dazu, durch wirtschaftliche Tätigkeit selbst Arbeitsplätze zu schaffen.


Der Mensch im Vordergrund

Für den Höchstadter Landtagskandidaten Christian Enz ist dies der richtige Ansatz. "Für den Betroffenen bietet eine Anstellung jedoch Struktur, Teilhabe und damit Lebensqualität. Dessen war man sich früher bewusst - doch heute kommen sogar Betriebe in staatlicher Hand ihren Verpflichtungen nicht nach", beklagt Enz.
Deshalb ist die Voggendorferin Gabi Schmidt vom Konzept der Laufer Mühle begeistert. "Hier wird der Mensch gesehen, nicht die Leistung", betont die Landtagsabgeordnete. "Auch für weniger leistungsfähige Bewohner bietet die Laufer Mühle Aufgaben - und auch im Ruhestand können die Menschen in ihrer gewohnten Umgebung bleiben", lobt Schmidt. Zumindest so lange, bis Pflegebedürftigkeit einsetzt. "Denn dann ist nicht mehr der Bezirk zuständig, sondern die Pflegekasse. Die hat eigene Prioritäten", bedauert Thiem. "Dies zeigt, dass sich im Vergleich zur Gründerzeit der Laufer Mühle aus bürokratischer Sicht nicht viel geändert hat."


Beispielhafte Vernetzung

Abgerundet wurde der facettenreiche Einblick in die Arbeit der Laufer Betriebe durch die Vorstellung des neuen "Domino"-Projektes. Dieses, so Projektleiter Alexander Korb, verfolgt das Ziel der Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen für den allgemeinen Arbeitsmarkt.
Beispielhaft aus Sicht der Leiterin des FW-Landesarbeitskreises ist daran die Vernetzung. Neben der IHK Nürnberg sind daran die Jobcenter der Kreise Neustadt/Aisch-Bad Windsheim und Erlangen-Höchstadt ebenso beteiligt wie die WAB Kosbach - ein weiterer sozialer Betrieb. red
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