Kronach
Spende

Laufen, Schwitzen und Durchhalten für den guten Zweck

Mehr als 31 000 zurückgelegte Kilometer und über 58 000 Euro erzielte Spendengelder - die Erfolgsgeschichte des Sponsorenlaufs der Realschule II geht weiter...
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Die Schüler und Schülerinnen der letztjährigen fünften und sechsten Klassen "erliefen" und "erwanderten" 3 352,75 Euro für soziale Zwecke.  Foto: Heike Schülein
Die Schüler und Schülerinnen der letztjährigen fünften und sechsten Klassen "erliefen" und "erwanderten" 3 352,75 Euro für soziale Zwecke. Foto: Heike Schülein
Mehr als 31 000 zurückgelegte Kilometer und über 58 000 Euro erzielte Spendengelder - die Erfolgsgeschichte des Sponsorenlaufs der Realschule II geht weiter und die Begeisterung für das beispielhafte Schulprojekt bleibt ungebrochen. Auch bei der diesjährigen Benefiz-Veranstaltung konnte jeder der insgesamt 181 Teilnehmer zwischen dem Kilometerweg Rosenhof bis zum Festungspark so viel, schnell und oft laufen, wie er wollte beziehungsweise konnte.
Zeitgleich machte sich eine Wandergruppe auf den Weg zur Festung. Die Mädchen und Jungen der fünften und sechsten Klassen legten dabei beeindruckende 1 879,5 Kilometer zurück. Bereits im Vorfeld hatten sich die jungen Sportler Sponsoren im Verwandten- und Bekanntenkreis gesucht, die eine frei wählbare Summe pro gelaufenen Kilometer spendeten.


Lob an alle Beteiligten

Diese wurden am Freitag an verschiedene Hilfsorganisationen übergeben. Gleichzeitig wurden die fleißigsten Spendensammler und besten Läufer geehrt. "Ihr wart super!", lobten Direktor Uwe Schönfeld und Beratungslehrer Ralf Müller - Gründer, Initiator und Organisator des Sponsorenlaufs - den Einsatz aller Teilnehmer.
Bis an die eigene Leistungsgrenze zu gehen, um anderen Menschen in Not helfen zu können, verdiene größten Respekt - unabhängig von der gelaufenen Kilometeranzahl. Der Beratungslehrer hatte einige Schnappschüsse in einer Präsentation zusammengestellt. Es gab tolle Bilder der "Renn-Asse" zu sehen, die mit knallroten, verschwitzten Gesichtern eine Runde nach der anderen liefen und offensichtlich auch jede Menge Spaß dabei hatten.
Alles eine Frage der Motivation: Jede geschaffte Runde bedeutete einen weiteren Stempel, jeder Stempel mehr Geld in die Sponsorenkasse. Das spornte die Realschüler an, immer wieder neue Kraftreserven zu mobilisieren - und nicht nur sie. Erstmals hatte dabei auch Direktor Uwe Schönfeld seine Ausdauer in den Dienst der guten Sache gestellt - mit sehr respektablen 15 Kilometern.
Sein Dank galt allen Teilnehmern sowie insbesondere dem Initiator Ralf Müller. Dieser gab das Lob an den eigens für den Sponsorenlauf gegründeten Arbeitskreis weiter. Das Helferteam übernahm die Betreuung und Info der Klassen, kümmerte sich um die Datenverarbeitung und sicherte die Laufstrecke ab.
Dem Schulsanitätsdienst dankte er ebenso wie allen Sponsoren.


Bestleistung von 22,5 Kilometern

Auch in diesem Jahr gab es eine Reihe hervorragender Leistungen. Mit Oliver Schubert, Aron Brunner, David Stöcker und Patricia Skall schafften gleich vier Sechstklässler sowie als einziger Fünftklässler Luis Deckelmann die diesjährige Bestleistung von 22,5 km.
Die Spendensumme konnte sich wiederum sehen lassen. Besonders tief in die Tasche griffen die Sponsoren der fleißigsten Spendensammler von Niclas Friedlein (165 Euro), Timo Kapustjanski (130 Euro) und Lucas Blinzler (125 Euro).
Über die Verwendung der Spenden entschieden die Jungen und Mädchen selbst. Seit 2009 besteht eine Patenschaft der RS II mit einer Schule in der Bamberger Partnerschaftsdiözese Thies im Senegal. Drei Mädchen wird dort mit einer jährlichen Spendensumme von je 250 Euro der Schulbesuch ermöglicht. Die 750 Euro hierfür werden traditionell vom Sponsorenlauf gespendet. 289,19 Euro gingen an Humedica, die sich unter anderem für den Brunnenbau in Äthiopien engagieren. 375,95 Eurogingen an Unicef. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen arbeitet weltweit mit Programmen in rund 150 Ländern und hilft, dass das Recht jedes Kindes auf Überleben, Bildung und Schutz Wirklichkeit wird. Entgegengenommen wurde die Spende von Ulrike Rubenbauer von der Arbeitsgruppe Oberfranken. Die größten Spenden gingen an die Kindernothilfe - Schutz für Straßenkinder - über 867,58 Euro sowie an die Stiftung für krebskranke Kinder Coburg über 1.070,02 Euro.
Die Kindernothilfe ist eines der größten christlichen Hilfswerke in Deutschland. Uwe Rendings und Franz Kluge von der Kinderkrebshilfe betonten, wie wichtig jeder gespendete Euro sei, betreue die Stiftung doch zahlreiche Familien mit krebskranken Kindern aus der Region.
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