Buttenheim

Lang ersehnter Lückenschluss

Insbesondere der neu angelegte Geh- und Radweg soll die Verkehrssicherheit zwischen Buttenheim und Deuschendorf entscheidend verbessern.
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Ehrengäste und Vertreter der am Bau beteiligten Büros und Firmen bei der offiziellen Freigabe der Strecke Foto: Andrea Spörlein
Ehrengäste und Vertreter der am Bau beteiligten Büros und Firmen bei der offiziellen Freigabe der Strecke Foto: Andrea Spörlein

Schon seit Jahrzehnten hatte man sich vor Ort eine sichere Geh- und Radwegeverbindung von Buttenheim nach Dreuschendorf gewünscht. Gescheitert war das bisher immer am notwendigen Grunderwerb. Mittlerweile konnte dies im Rahmen des Straßenbauprojekts "Ausbau der Kreisstraße BA 8 zwischen Buttenheim und Dreuschendorf mit Anlage eines Geh- und Radwegs" erfolgen.

Bereits 2018 wurde die verkehrssichere Umgestaltung des schiefwinkligen Kreuzungsbereiches St 2260/Gemeindeverbindungsstraße Ketschendorf/BA8/St2260 bei der Rothmühle realisiert. Dazu kam der barrierefreie Ausbau der Bushaltestelle am Ortsrand von Buttenheim und die Schaffung sicherer Querungsmöglichkeiten mit Beleuchtung zum Seniorenheim, Baugebiet "Erlach" und zur Gemeindeverbindungsstraße Ketschendorf/Rothmühle. 2019 umgesetzt und noch kurz vor Weihnachten für den Verkehr freigegeben wurde nun der letzte Abschnitt, der Ausbau der Kreisstraße BA 8 zwischen der Kreuzung St2260/BA 8 bei Buttenheim/Rothmühle und Dreuschendorf mit rund 950 Metern, inklusive der Anlage eines parallelen Geh- und Radwegs.

Am Ortsrand Dreuschendorf wurde eine beleuchtete Querungshilfe angelegt. Wegen der beengten Verhältnisse und der Lage am Bach war die Verlegung des Schoppen-/Deichselbachs am Ortsrand Dreuschendorf erforderlich. Diese beinhaltet auch eine Uferbefestigung in Form einer Natursteinmauer. Für die Gewässerverlegung musste zuvor ein Planfeststellungsverfahren durchgeführt werden. Es wurden längs der Trasse Kabel der Telekom und des BürgerNet Buttenheim umverlegt, beziehungsweise zusätzliche Leerrohre und Kabel verlegt.

Buttenheims Bürgermeister Michael Karmann (ZWdG/CSU) freute sich, dass die umfangreiche Maßnahme termingemäß fertiggestellt werden konnte. Für viele Buttenheimer und Dreuschendorfer ginge damit ein langersehnter Wunsch in Erfüllung und mit der Verkehrsfreigabe konnte man sich damit gleich über ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk freuen. Der Bürgermeister dankte allen beteiligten Büros und Firmen für die unkomplizierte Zusammenarbeit, insbesondere der Firma Straßen- und Asphaltbau Rennsteig aus Zella-Mehlis, die bereits 2018 den Bauabschnitt bei Buttenheim realisiert hatte.

Ein Standortfaktor

Landrat Johann Kalb (CSU) sprach in diesem Zusammenhang davon, wie bedeutend dieser Lückenschluss auch im Radwegenetz des Landkreises Bamberg sei. Gehörten doch solche Maßnahmen auch zu den Standortfaktoren, wenn es um den Zuzug von Menschen in den Landkreis Bamberg geht.

Leitender Baudirektor Uwe Zeuschel von der Regierung von Oberfranken erläuterte in seinem Grußwort, wie wichtig für den Freistaat Bayern die Verbesserung der Verkehrsverhältnisse im kommunalen Straßenbau seit. Daher würden diese mit umfangreichen Mitteln aus dem Bayerischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz und dem Bayerischen Finanzausgleichsgesetz gefördert.

Für die aktuelle Maßnahme wurden Kosten von rund 2,36 Millionen Euro ermittelt, davon waren etwa 2,18 Millionen Euro förderfähig. Bei einem Fördersatz von 65 Prozent bedeutet dies eine Förderung von maximal 1,42 Millionen Euro durch den Freistaat Bayern. Die Ausschreibungsunterlagen wurden vom Ingenieurbüro SRP Schneider und Partner, sowie vom Ingenieurbüro Team 4 erstellt. Ebenfalls mitgewirkt haben bei Planung, Ausschreibung und Baudurchführung das Büro Geotechnik Dr. Rimpel, Gochsheim, und das Büro für Baustatik Möhrlein, Hummeltal. Die öffentliche Ausschreibung hatte der Fachbereich Kreiseigener Tiefbau am Landratsamt Bamberg durchgeführt.

Die notwendigen landschaftspflegerischen Ausgleichsmaßnahmen wurden zum Teil vor Ort, größtenteils aber auf einer Ausgleichsfläche bei Hallstadt umgesetzt. Maßnahmen- und Kostenträger ist im Wesentlichen der Landkreis Bamberg. Telekom und BürgerNet Buttenheim tragen die Kosten der Um- und Neuverlegungen von Kabeln und Leerrohren, zusammen rund 100 000 Euro.

Restarbeiten, so unter anderem Teile der Fahrbahnmarkierung, Beschichtung des Geländers und Räumen des Zwischenlagerplatzes stehen noch aus. Die Sperrung und die entsprechende Umleitung ist jedoch ab sofort wieder aufgehoben.

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