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Eltmann
csu-Wanderung

Landwirt gab Einblick in Tierhaltung

Wind und Regen zum Trotz trafen sich fast 20 Mitglieder und Freunde des CSU-Ortsverbandes Eltmann zur Winterwanderung. Ortsvorsitzender Joachim Stark empfing die Teilnehmer im Alter zwischen fünf und ...
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Wind und Regen zum Trotz trafen sich fast 20 Mitglieder und Freunde des CSU-Ortsverbandes Eltmann zur Winterwanderung. Ortsvorsitzender Joachim Stark empfing die Teilnehmer im Alter zwischen fünf und 70 Jahren, die sich auf den Weg nach Eschenbach zum Bauernhof der Familie Kundmüller machte. Die CSU Eltmann bekam dabei, wie sie mitteilte, einen Einblick in die Situation der ortsansässigen Landwirte.

Auf dem Weg erklärte Wolfgang Müller, selbst Landwirt, wie sich die regionale Landwirtschaft und vor allem die Tierhaltung in den letzten Jahrzehnten verändert haben. Die Anzahl der Landwirte sei stark gesunken, und viele seien nur noch im Nebenerwerb landwirtschaftlich tätig. Auch die Anzahl der Nutztiere im Stadtgebiet habe sich um mehr als die Hälfte reduziert, während zugleich die private Nutztierhaltung so gut wie ausgestorben sei. Ohne moderne Maschinen und Geräte seien die Anforderungen nicht mehr zu bewältigen, sagte Müller.

Ein offener Stall

Im Betrieb der Familie Kundmüller konnte die Gruppe einen modernen Offenstall für die Milchviehhaltung in Au-genschein nehmen und erhielt fachkundige Informationen von Richard Kundmüller. Rund 80 Milchkühe und ihre Kälber stehen auf dem Hof. Im Gegensatz zur früher üblichen Haltung, bei der die Kühe in ihren Ständen angebunden waren, können sie sich in ihrem Stall in Eschenbach frei bewegen. Über Chips am Bein wird jede Kuh überwacht. Die Futtermenge, das Milchvolumen - alle Daten stehen dem Landwirt digital zur Verfügung. So kann der Bauer jederzeit auf Veränderungen reagieren und etwa Krankheiten frühzeitig erkennen. Kundmüller vertritt die Auffassung, nur eine gesunde Kuh, die sich wohlfühle, könne langfristig gut Milch geben. Das sind bis zu 8000 Liter im Jahr und damit doppelt so viel wie in den 1950er Jahren.

Subventionen und Risiko

Die Landwirte leisten, wie es hieß, einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Landschaft und zur Erzeugung der Nahrungsmittel. Dass die Subventionen von EU, Bundesregierung oder Freistaat den Bauern helfen, sei unbestritten, wurde erklärt. Gleichzeitig müssen die Landwirte umfangreiche Auflagen und Regularien erfüllen. Allein die geforderte Dokumentation frisst Zeit und schreckt viele von der Tätigkeit als Haupterwerbslandwirt ab. Investitionen stellen ein hohes Risiko dar, das nicht alle Landwirte tragen können und wollen. red

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