Dormitz

Landrat verweist auf Erfolge, Bürgermeisterkandidat verdeutlicht Ziele

In Dormitz im Gasthaus "Zum Grünen Baum" fand das traditionelle "Stärkeantrinken" des CSU-Ortsverbands statt. Als besonderen Gast hatte Vorsitzender Christoph Schmitt den Forchheimer Landrat Hermann U...
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Hermann Ulm (l.) und Christoph Schmitt  Foto: privat
Hermann Ulm (l.) und Christoph Schmitt Foto: privat

In Dormitz im Gasthaus "Zum Grünen Baum" fand das traditionelle "Stärkeantrinken" des CSU-Ortsverbands statt. Als besonderen Gast hatte Vorsitzender Christoph Schmitt den Forchheimer Landrat Hermann Ulm (CSU) eingeladen.

Ulm gab zunächst einen Rückblick auf die letzten sechs Jahre. So stellte er die deutliche Verbesserung der finanziellen Situation im gesamten Landkreis heraus. Die Verschuldung habe sich von 42 Millionen auf 28 Millionen Euro verringert. Folglich konnte die Kreisumlage für 2020 deutlich gesenkt und den Gemeinden somit mehr finanzielle Freiräume gelassen werden.

Mit einem Schulsanierungspaket in Höhe von 50 Millionen Euro, welches vor allem zur energetischen Sanierung genutzt wurde, konnten die weiterführenden Schulen im Kreis baulich ertüchtigt werden. Die Fusion der Kliniken Forchheim und Ebermannstadt zur Sicherung der stationären Versorgung der Bevölkerung sei ihm ein Hauptanliegen dieser Wahlperiode gewesen. Hermann Ulm bedankte sich hierbei besonders bei Altbürgermeister Gerhard Schmitt, der mit seinem Fachwissen als Kreisrat und Mitglied des Fusionsausschusses wesentlich zum Erfolg der Fusion beigetragen hätte.

Auch ins Energie- und Klimamanagement habe der Landkreis investiert. Der Landkreis legte sogar ein eigenes Förderprogramm für E-Mobilität auf. Von der Zugehörigkeit zu Oberfranken als "Raum mit besonderen Bedürfnissen" profitierte der Landkreis Forchheim durch erhöhte Zuschüsse.

Der Bürgermeisterkandidat Christoph Schmitt stellte das Programm der CSU-Ortsliste für die Kommunalwahl vor. Die wesentlichen Aufgaben für die Kinder und Jugendlichen seien der Neubau des zweiten Kindergartens, die Sanierung der Schule und die Wiederbelebung des Jugendclubs Leuchtturm. Für Senioren müsse die Stärke des sozialen Netzes eines Dorfes voll ausgespielt werden. Maßnahmen wie der barrierefreie Ausbau von Bushaltestellen blieben aber nur Stückwerk, wenn die Gehwege mit den derzeitigen Stolperfallen nicht saniert würden.

Für junge Familien sei das früher bestehende Baulandmodell bei künftigen Baugebieten wieder anzuwenden. Die Bauformen müssten aber zum bisherigen Ortsbild passend angelegt werden, eine sprunghafte Vergrößerung des Ortes mit ihren negativen Folgen für die gemeindlichen Einrichtungen müsse vermieden werden. Für Gewerbe müsse im Gebiet Langenau und - wenn möglich - durch Renovierung von Gebäuden an der Hauptstraße Flächen und Mietraum geschaffen werden.

Ein weiteres Hauptthemengebiet für die Gemeindearbeit sei die Durchführung der lokalen Energiewende. Um ihrer Vorbildfunktion gerecht zu werden, müsse die Gemeinde Dormitz einen Energienutzungsplan für ihre Liegenschaften aufstellen. Für künftige Baugebiete müsse mittels eines Nahwärmekonzeptes die regenerative Versorgung ermöglicht werden.

Der derzeitige ÖPNV müsse gestärkt werden. Vor allem die Möglichkeiten der Planungen der Staatsregierung zum 365-Euro-Ticket seien zu unterstützen. Dabei stehen die Kandidaten der CSU Dormitz weiter uneingeschränkt zum Bau der Umgehungsstraße. Die Gefährdung und gesundheitliche Belastung der Bürger sei anders nicht in einem ähnlichen Maße zu verbessern. Nach der Verwirklichung sollen beidseitig Fahrradwege gebaut werden. Der Ausbau der Stadtumlandbahn (Stub) soll weiterhin unterstützt werden, wenn die geplante Kosten-Nutzen-Berechnung eine entsprechende Förderquote ergebe. Bei ehrlicher Betrachtung der Fördermöglichkeiten erkenne man aber, dass man Umgehungsstraße und Stub nur gemeinsam realisieren könne.

In der Diskussionsrunde wurden auch kritische Anfragen an den Landrat gestellt. Ulm erklärte, dass Dormitz vom millionenschweren kommunalen Investitionsprogramm des Freistaats Bayern nichts erhalten habe, da Dormitz als einzige der 29 Gemeinden im Landkreis keinen Antrag gestellt hatte. red

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