Stiebarlimbach

Landrat Ulm pflanzt Ulme

Die Lücke, die durch eine gefällte Eiche entstanden war, wurde wieder geschlossen.
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An die Schaufeln, fertig, los  Foto: Matthias Erlwein
An die Schaufeln, fertig, los Foto: Matthias Erlwein

Eine Ulme ziert das Ende des Geh- und Radweges von Schnaid nach Stiebarlimbach. Sie wurde von den beiden stellvertretenden Hallerndorfer Bürgermeistern Sebastian Schwarzmann (CSU) und Reinhold Kotzer (WG Willersdorf-Haid) gemeinsam mit Landrat Hermann Ulm (CSU) gepflanzt.

Besser gesagt haben die drei Mandatsträger den Baum nur mit etwas Erde bedeckt, nachdem die Gemeindearbeiter den Baum fachgerecht eingepflanzt hatten. Die Idee, eine Ulme am Radweg zu pflanzen, war mitnichten eine "Schnapsidee", sondern vielmehr eine "Bieridee". Sie ist bei der Einkehr nach der Einweihung des vom Landkreis gebauten Geh- und Radweges entlang der Kreisstraße auf dem Bierkeller der Brauerei Roppelt im Herbst letzten Jahres gereift.

Am südlichen Ende des Geh- und Radweges, am Ortsschild von Stiebarlimbach, musste nämlich eine Eiche dem neuen Bauwerk weichen. Die untere Naturschutzbehörde hatte dieses Vorgehen abgesegnet. Für Braumeister Franz Roppelt war aber klar: Da gehört wieder ein Baum hin. Ihm gehört auf der gegenüberliegenden Seite einer der Karpfenweiher. "Da passt der neue Baum hin", lautete sein Appell an Landrat Hermann Ulm. Dem vorsichtig zustimmenden Blick des Landrats folgte dann gleich ein Vorschlag: "Die Gemeinde beschafft den Baum und ich stifte dann zum Einpflanzen eine zünftige Brotzeit", legte Roppelt - ein Mann der Tat - fest.

"Wir nehmen eine Ulme, die zahlt dann der Ulm", ergänzte Roppelt, womit die Zuständigkeit der Zahlung zwischen Gemeinde und Landkreis auch gleich geregelt war. Schließlich ist der Biertisch kein Sitzungstisch, an dem über jede Kleinigkeit gerungen werden muss.

Als jetzt die Ulme nach dem Vorschlag des Braumeisters unbürokratisch ihren Platz fand, stellte Franz Roppelt fest, dass auch eine Bank zum Verweilen an der Stelle schön wäre. "Das übernehme ich aber selber", ließ er den Landrat und die beiden Bürgermeister bei der Kellerbrotzeit aufatmen. erl

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