Bamberg
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Landgericht hat neuen Präsidenten

Anton Lohneis (63) ist neuer Präsident des Landgerichts Bamberg und tritt damit die Nachfolge von Friedrich Krauß (67) an. Der Festakt zum Wechsel fand im Kaisersaal der Justizvollzugsanstalt Ebrach s...
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Friedrich Krauß
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Anton Lohneis (63) ist neuer Präsident des Landgerichts Bamberg und tritt damit die Nachfolge von Friedrich Krauß (67) an. Der Festakt zum Wechsel fand im Kaisersaal der Justizvollzugsanstalt Ebrach statt.

Lohneis, der seit 1987 bei der bayerischen Justiz arbeitet, war viele Jahre bei Coburger Justizbehörden tätig, unter anderem als Direktor des Amtsgerichts, Leitender Oberstaatsanwalt und zuletzt als Präsident des Landgerichts. Bayerns Justizminister Eisenreich bezeichnete Lohneis, der 2015 bereits Nachfolger von Krauß an der Spitze des Landgerichts Coburg wurde, als "idealen Nachfolger" und hob dessen Einsatz bei der Pilotierung der elektronischen Akte am Landgericht Coburg hervor. Lohneis vereine "wohltuende fränkische Gemütlichkeit mit eiserner Schaffenskraft".

In seiner Laudatio für den scheidenden Präsidenten Krauß würdigte Eisenreich dessen Laufbahn bei der bayerischen Justiz, die ihre "Krönung" in der Tätigkeit als Präsident des Landgerichts Bamberg gefunden habe. Krauß, der vor Beginn

seiner Justizlaufbahn im Jahr 1988 zunächst ein Lehramtsstudium absolviert hatte, vereine "das Gefühl für Menschen und Sprache und juristischen Scharfsinn".

Der Minister lobte den Justizstandort Bamberg und versicherte, die Politik werde sich auch in Zukunft für eine starke Polizei, starke Sicherheitskräfte und eine starke Justiz einsetzen.

Manfred Schmidt, Vizepräsident des Landgerichts Bamberg, stellte heraus, dass es Krauß gelungen sei, das Landgericht Bamberg im personellen Bereich voranzubringen und führte die Einrichtung einer weiteren Großen Strafkammer sowie einer weiteren Zivilkammer an.

Lohneis eile ein guter Ruf voraus, stellte Schmidt fest. Den Landgerichtsbezirk Bamberg samt der Kreise Forchheim und Haßfurt kenne er besser als alle seine Vorgänger, da er in den vergangenen Jahrzehnten viele Wanderungen durch die Fränkische Schweiz, den Steigerwald und die Haßberge unternommen habe, so dass er die Menschen, die hier zu Hause sind, kenne und Verständnis und Sympathie für diese habe. Dies sei oft genauso wichtig wie das hervorragende juristische Wissen, über das Lohneis verfüge, resümierte Schmidt.

"Emotionaler Moment"

Lohneis selbst kehrt nun in seine Heimatstadt Bamberg zurück. Er bezeichnete den Wechsel nach Bamberg und die Feier im Kaisersaal des früheren Klosters in unmittelbarer Nähe seines Heimatortes Koppenwind als "emotionalen Moment". Lohneis stellte die Digitalisierung als große Herausforderung für die Justiz dar und appellierte an den Staatsminister, dass bei der Einführung der elektronischen Akte weitere Verbesserungen notwendig seien und "Gründlichkeit vor Schnelligkeit" gehen müsse. red

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