Schlaifhausen
schlaifhausen.inFranken.de  Die Haut - "die wichtigsten zwei Quadratmeter im Leben" - vor gefährlicher UV-Strahlung schützen

Landfrauen starten Gesundheitsoffensive

Im Zuge der Arbeitstagung der Ortsbäuerinnen wurde in Schlaifhausen die siebte landesweite Gesundheitsoffensive der Landfrauen im Bayerischen Bauernverband (BBV), "Hau(p)tsache gesund!", für den Landk...
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Eröffneten die Gesundheitsoffensive der Landfrauen (v. l.): Stellvertretende Kreisbäuerin Christine Werner, Meinrad Fußeder, Stellvertretende Bezirksbäuerin Beate Opel, Kreisbäuerin Rosi Kraus, Maximilian Schielein und BBV-Geschäftsführer Werner Nützel  Foto: BBV Forchheim
Eröffneten die Gesundheitsoffensive der Landfrauen (v. l.): Stellvertretende Kreisbäuerin Christine Werner, Meinrad Fußeder, Stellvertretende Bezirksbäuerin Beate Opel, Kreisbäuerin Rosi Kraus, Maximilian Schielein und BBV-Geschäftsführer Werner Nützel Foto: BBV Forchheim

Im Zuge der Arbeitstagung der Ortsbäuerinnen wurde in Schlaifhausen die siebte landesweite Gesundheitsoffensive der Landfrauen im Bayerischen Bauernverband (BBV), "Hau(p)tsache gesund!", für den Landkreis Forchheim offiziell eröffnet.

Das Projekt dreht sich um "die wichtigsten zwei Quadratmeter deines Lebens". Die Landfrauen greifen damit ein Thema auf, das in der Gesellschaft von großem Interesse ist. Sobald im Frühjahr das Wetter wärmer wird, drängt es die Menschen ins Freie. Um das Bewusstsein für die eigene Hautgesundheit zu stärken, informieren die Landfrauen im BBV in Veranstaltungen in den kommenden zwei Jahren über alles, was es für eine gesunde Haut braucht.

Experten für Dermatologie und Allergologie und von der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) unterstützen die Gesundheitsoffensive der Landfrauen. Zur offiziellen Eröffnung im Landkreis Forchheim wurde Maximilian Schielein, Wissenschaftler für Dermatologie und Allergologie an der Technische Universität München, als Referent gewonnen. Er erklärte den Aufbau der Haut und erläuterte die verschiedenen Formen von Hautkrebs. Bei Hautkrankheiten gebe es etwa 2000 verschiedene Diagnosen, rund ein Drittel der Bevölkerung sei von Hautkrankheiten betroffen.

Schielein lobte die Gesundheitsoffensive der Landfrauen, ihre Veranstaltungen leisteten einen wichtigen Beitrag zur Hautgesundheit. Gleichzeitig appellierte er an die anwesenden Ortsbäuerinnen und Stellvertreterinnen, das Hautkrebs-Screening alle zwei Jahre wahrzunehmen und somit dem Hautkrebs vorzubeugen. "Lieber einmal zu viel einen Arzt aufsuchen, bevor es am Ende zu spät ist." Außerdem empfahl er die Kombination verschiedener Sonnenschutzmaßnahmen: Mittagssonne meiden, Schatten suchen, Sonnencreme verwenden und Schutzkleidung tragen.

Für die SVLFG sprach Meinrad Fußeder, Gesundheitsmanager für den Bereich Prävention. Er zeigte auf, dass Hauterkrankungen in der "Grünen Branche" - allen voran Hautkrebs - durch natürliche Sonneneinstrahlung verursacht werden. Allein im Jahre 2018 seien der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft bundesweit 2438 Verdachtsanzeigen auf weißen Hautkrebs gemeldet worden. Hautkrebs - verursacht durch UV-Strahlung - werde als Berufskrankheit anerkannt.

Die im Sonnenlicht natürlich vorhandene UV-Strahlung habe - verstärkt durch die kleiner werdende Ozonschicht - in den letzten Jahrzehntent auch in unseren Breiten zugenommen. Bei Menschen, die während der Arbeit der Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind, steigt somit die Gefahr, an Hautkrebs zu erkranken. Besonders empfindlich auf Sonnenlicht reagiere die Haut auf den sogenannten Sonnen-Terrassen des Körpers wie Stirn, Glatze, Nasenrücken, Ohren, Lippen, Kinn, Schultern und Rücken.

Kreisbäuerin Rosi Kraus rief die Anwesenden dazu auf, in den nächsten zwei Jahren möglichst viele Veranstaltungen zu diesem Thema zu organisieren. red

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