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Tierwelt

Landesbund für Vogelschutz ruft zur Winterzählung auf

Wer flattert denn da durch den winterlichen Garten? Der Landesbund für Vogelschutz (LBV) und der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) rufen wieder zur "Stunde der Wintervögel" auf. Vom 10. bis 12. Janua...
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Wer flattert denn da durch den winterlichen Garten? Der Landesbund für Vogelschutz (LBV) und der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) rufen wieder zur "Stunde der Wintervögel" auf. Vom 10. bis 12. Januar können bayerische Vogelfreunde bereits zum 15. Mal wieder eine Stunde lang Vögel beobachten, zählen und melden.

"Nach den zwei Rekordsommern in Folge mit anhaltender Dürre und Hitze stellt sich die Frage, welche Auswirkungen die Wetterextreme auf die heimische Vogelwelt hatten. Die ,Stunde der Wintervögel' könnte erste Hinweise darüber geben", sagt Annika Lange vom LBV. "Je mehr Meldungen wir bei der Mitmachaktion bekommen, umso genauer können wir uns ein Bild von der Lage machen."

In diesem Jahr konnten Naturfreunde zudem ein interessantes Naturereignis beobachten: "Im Herbst fand ein massiver Einflug von Eichelhähern aus dem Norden statt", sagt Lange. "Vor allem im September und November waren es über zehnmal so viele Vögel wie jeweils im gleichen Monat der vergangenen Jahre. Ähnlich hohe Zahlen gab es zuletzt 1978." Als Grund vermuten die Artenschützer, dass es 2018 in Nordosteuropa eine sogenannte Eichelvollmast gab, also ein Überangebot an Eicheln bestand. So konnten deutlich mehr Eichelhäher gut über den Winter kommen und brüten. "Dieses Jahr sind nun mehr Eichelhäher Richtung Süden gezogen, weil in ihren Herkunftsgebieten nicht mehr genug Nahrung für die ungewöhnlich vielen Vögel vorhanden ist", erklärt Lange. Die Zählung im Januar könnte zeigen, wo die Eichelhäher geblieben sind.

Die "Stunde der Wintervögel" ist die größte bürgerwissenschaftliche Mitmachaktion in Deutschland. Die Zählung funktioniert ganz einfach: Jeder kann eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zählen und dem LBV melden. Von einem ruhigen Beobachtungsplatz aus wird von jeder Art die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig zu sehen ist. Die Beobachtungen können im Internet unter www.stunde-der-wintervoegel.de bis zum 20. Januar gemeldet werden. Zudem ist für telefonische Meldungen am 11. und 12. Januar jeweils von 10 bis 18 Uhr die kostenlose Rufnummer 0800-1157-115 geschaltet.

An der letzten großen Vogelzählung im Januar 2019 beteiligten sich in Bayern 30 500 Naturfreunde, die knapp 828 000 Vögel zählten. Der Haussperling ergatterte damals den Spitzenplatz, gefolgt von Feldsperling und Kohlmeise. red

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