Coburg
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Landesbibliothek rückt Herzogsfamilie in den Fokus

Aus Anlass des 200. Geburtstages des Coburg-Gothaer Herzogs Ernst II. 2018 und des doppelten 200. Geburtstages des royalen britischen Paares Albert und Queen Victoria im kommenden Jahr rückt die Lande...
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Herzog Ernst II.  Foto: LB Coburg
Herzog Ernst II. Foto: LB Coburg
Aus Anlass des 200. Geburtstages des Coburg-Gothaer Herzogs Ernst II. 2018 und des doppelten 200. Geburtstages des royalen britischen Paares Albert und Queen Victoria im kommenden Jahr rückt die Landesbibliothek Coburg ihre reichen Bestände zur Coburger Fürstenfamilie im 19. Jahrhundert in das Zentrum ihrer Kulturarbeit. Prächtige sowie in Bild und Text aussagekräftige Werke befinden sich vor allem in den Teilsammlungen "Herzogliche Privatbibliothek", "Schlossmusikalien" und "Theaterbibliothek". Sie stellen wertvolle und bis heute nur wenig bekannte Zeugnisse dar für die persönlichen und dynastischen Verbindungen ebenso wie für die künstlerischen und politisch-gesellschaftlichen Aktivitäten aller drei Jubilare, heißt es in einer Pressemitteilung der Landesbibliothek. So zeigen etwa zahlreiche handschriftliche Widmungen der Königin Victoria, wie stark sie die Coburger Herzogsfamilie als ihre eigene Familie empfunden hat.
Vom 22. Juni bis zum 31. Oktober sind im Silbersaal der Landesbibliothek Coburg in Schloss Ehrenburg zunächst aber erst einmal repräsentative Widmungs- und Geschenkbände für Ernst II. zu sehen. Unter dem Titel "In Ehrfurcht gewidmet - Schönes, Kostbares und Bemerkenswertes aus der privaten Büchersammlung Herzog Ernsts II. von Sachsen-Coburg und Gotha (1818-1893)" sind persönliche Einzelstücke zu sehen. Champagnerfarbene Seide, roter und grüner Samt, feinstes Leder, Vielfarb- und Golddruck, Beschläge aus Messing und Emaille und mehr. Wer Ernst II. huldigen und den eigenen Anliegen gewogen machen wollte, legte sich mächtig ins Zeug. Die exquisiten Materialien und ihre Verarbeitung sind an sich schon mehr als ansehnlich. Und doch sind sie immer auch Ausdruck von Hoheitsvorstellungen, Erwartungen und Verbindlichkeiten. Darin liegt kulturhistorischer Quellenwert, worauf Bibliotheksdirektorin Silvia Pfister bei ihren Ausstellungsführungen (Termine werden noch mitgeteilt, eine sicher am Abend des Schlossplatzfestes am 21. Juli) besonders eingehen wird.
Beim Festakt zum 200. Geburtstagsjubiläum Ernsts II. im September werden vermutlich Kompositionen des Herzogs erklingen, die ganz überwiegend nur in den Beständen der Landesbibliothek überliefert sind. Verbindungen über Leihgaben, Mitwirkungen und Vorträge bestehen darüber hinaus nach Gotha und nach München, so dass durch das Engagement der Landesbibliothek die Coburger Geschichte in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts in ein größeres Bezugssystem eingebettet wird. red
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