Bad Staffelstein

Längsparken findet Zustimmung

Die Bahnhofstraße wird in den kommenden Jahren im unteren Bereich umgestaltet. Auf Drängen der Bürger wurden nun mehr Parkplätze eingeplant. Doch reicht dieser Kompromiss?
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Die Bahnhofstraße soll umgestaltet werden. Dabei wird die Straßenbreite insgesamt auf 5,50 Meter reduziert. Einen eigenen Radweg soll es nicht geben.  Foto: Markus Drossel
Die Bahnhofstraße soll umgestaltet werden. Dabei wird die Straßenbreite insgesamt auf 5,50 Meter reduziert. Einen eigenen Radweg soll es nicht geben. Foto: Markus Drossel

Dass die Bahnhofstraße im Bereich zwischen der Einmündung Goethestraße und dem Bahnhof umgestaltet wird, ist Fakt. Alleine, es geht um das "Wie". Der erste Vorschlag des Planers hatte für die Anwohner und betroffenen Arbeitnehmer viel zu wenige Parkplätze. Rainer Hochreiter vom Planungsbüro Hochreiter-Lechner aus Weißenburg musste nacharbeiten. Die neuen Vorschläge stellte der Städteplaner nun dem Stadtrat vor.

Um 20 Stellplätze aufgestockt

22 Stellplätze in den Bauabschnitten IV und V sah der erste Planentwurf vor. Nun sind es 41 beziehungsweise 42 - je nachdem, ob man die Autofahrer längs der Fahrbahn oder schräg dazu parken lässt. Ein marginaler Unterschied, gemessen an der Zahl, wie Planer Hochreiter herausstellte. Aber: Schrägparken würde wohl den Fußgängerbereich einschränken. Und deswegen sprachen sich alle Räte für das Längsparken aus.

Bislang ist die Bahnhofstraße sehr breit und vor allem sehr von Asphalt geprägt. Das soll sich ändern: Zwar bleibt eine asphaltierte Fahrbahn (anders als in den Abschnitten I bis III), die dann aber nur noch 5,50 Meter messen soll. Eine wichtige Verkehrsverbindung aber soll die Bahnhofstraße bleiben.

Den Fußgängern soll nach dem Umbau mehr Platz eingeräumt werden. Zwischen 0,75 und 1,25 Meter werden die Gehwege breit, die zum Flanieren einladen sollen. Sie werden gepflastert.

Ein möglicher Lauterplatz

Im Bereich zwischen Café Schäfer und Obst Güler könnte nach aktuellen Planungen der Lauterplatz entstehen. Bürgermeister Jürgen Kohmann (CSU) schwebt eine Art Wassererlebnisplatz vor, mit einer Kaskade, also einem kleinen Wasserfall am Seitenarm der Lauter, und einem Überraschungsbrunnen, der immer wieder andere Wasserfontänen präsentiert. "Dieser Brunnen könnte beispielsweise die Form eines Rechenbretts aus der Zeit von Adam Riese haben, auf dem wir sein Geburtsjahr darstellen", stellte er in den Raum.

Außerdem soll es einen weichen Zugang zur Lauter geben. Will meinen: Der Lauter-Arm, der momentan tief in ein graues Korsett gezwängt ist, soll zugänglich werden und damit auch beispielsweise Kindern Planschen und Spielen ermöglichen. Unweit des Lauterplatzes soll ein Zebrastreifen oder zumindest eine Querungshilfe installiert werden. Auch das ist ein großer Wunsch der Bürger, deren Kinder aus dem Neubaugebiet Bischof-von-Dinkel-Straße in die Adam-Riese-Schule gehen. Zahlreiche Bäume sollen entlang der Bahnhofstraße gepflanzt werden. Am Lauterplatz könnten es Großplatanen sein.

Und geht es nach Werner Freitag (Staffelsteiner Bürger für Umwelt und Naturschutz), könnte man gerne die angedachten Fahnenmasten weglassen und noch mehr Grün schaffen. Die Planung, da waren sich der SBUN-Rat und der Bürgermeister einig, könnte nur ein Spagat beziehungsweise Kompromiss sein zwischen großzügiger Flaniermeile für Fußgänger auf der einen Seite und Nutzstraße für die, die hier ihr tägliches Leben bestreiten. Ein separater Radweg ist übrigens nicht vorgesehen. Winfried Ernst (Freie Wähler) bat, nicht an Sitzgelegenheiten zu sparen, die vor allem für ältere Gäste essenziell seien. "Und wir begrüßen, dass mit dem Lauterplatz das Thema Wasser in die Badstadt gebracht wird.

""Eine sehr gefällige Planung", meinte Christian Ziegler (Junge Bürger). Und Walter Mackert (CSU) sprach von einer "logischen Fortsetzung der Bauabschnitte I bis III. Damit wirkt der Straßenraum als eine Einheit." Die Idee des Lauterplatzes lobte er. Außerdem habe man die Bedenken der Anlieger berücksichtigt.

Eines wurmte Dieter Leicht (SPD): "Alle reden von Verkehrsberuhigung. Geht es jedoch ans Auto, ist die Diskussion groß." Die CSU-Fraktion hatte zudem noch einen Vorschlag: Man könne ein unbebautes Grundstück in der Unteren Gartenstraße anmieten und als (vorläufigen?) Parkplatz nutzen: "Nach unserer Meinung würden rund 30 Autos dort Platz finden." Vermutlich in der vorletzten Augustwoche soll es eine weitere Bürgerbeteiligung geben. Im September oder Oktober will der Stadtrat dann darüber beschließen.

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