Burgpreppach

"Lädla" in Burgpreppach eröffnet

Das Gebäude der ehemaligen Gaststätte beherbergt jetzt einen Dorfladen. Die Awo Ebern betreibt ihn.
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Schnell noch werden einige Waren ins Regale eingeräumt. Kunden staunen, was es alles gibt. Foto: Helmut Will
Schnell noch werden einige Waren ins Regale eingeräumt. Kunden staunen, was es alles gibt. Foto: Helmut Will
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In Burgpreppach gibt es einen neuen Dorfladen, das "Lädla", der in knapp zwei Jahren "aus dem Boden gestampft" wurde. Am Mittwoch wurde er eröffnet. Die Bemühungen der Gemeinde Burgpreppach haben sich gelohnt, wie in den Reden betont wurde. Es gab viele Unterstützer, allen voran die Familie Christoph von Hugo, deren Name sich wie ein roter Faden durch die Veranstaltung zog. Betreiben wird das "Lädla" die Arbeiterwohlfahrt (Awo) Ebern.
Die Schließung des ehemaligen Einkaufsmarkts der Firma Müller war Anlass für die Gemeinde, über eine neue Möglichkeit nachzudenken, wie ihre Bürger im Gemeindebereich fortwährend ortsnah mit Dingen des täglichen Gebrauchs versorgt werden können.
Die Idee war schnell geboren: Vorbild für einen Dorfladen könnten die Läden in Aidhausen und Kleinsteinach sein. Die Familie von Hugo bot Platz für das "Lädla" in der ehemaligen Gaststätte "Zum Löwen" (Böswillibald). Gegründet wurde im Juli 2016 der Verein "Heimat- und Kulturtreff Burgpreppach" mit Marion Fleischmann an der Spitze. 2017 kam die Awo mit ins Boot. Im Mai 2017 wurde der Namen für den Dorfladen gefunden. "Lädla" wird er künftig heißen, auch ein Café ist dort vorhanden.
Christoph von Hugo ging kurz auf das Gebäude der ehemaligen Gastwirtschaft ein und erinnerte an den ehemaligen Pfarrer Peter Bauer, der sich ebenfalls Gedanken um die Zukunft der Gemeinde und ihre Bürger machte. Die erste Etappe sei geschafft, nun gelte es, "das Unternehmen ,Lädla' mit Leben zu erfüllen und weiterzuentwickeln, wir können endlich sagen, wir haben einen Dorfladen." Christoph von Hugo meinte, dass man die Infrastruktur im Dorf weiterentwickeln müsse um den Ort zukunftsfähig zu machen.


"Ein Glücksfall"

Simone Bastian, Vorsitzender der Awo Ebern, erinnerte sich an ihre Kindheit, die sie zum Teil in Fitzendorf und Burgpreppach verbracht habe, weil ihr Vater dort Lehrer war. "So schließt sich der Kreis, heute bin ich wieder in Burgpreppach um die Awo zu vertreten, die den Dorfladen übernimmt." Die Familie von Hugo bezeichnete Bastian als "Glücksfall für Burgpreppach", da sie viel tue, um den Ort lebens- und liebenswert zu erhalten. Sie stellte die künftigen Mitarbeiterinnen des "Lädla" vor, mit Katharina Klemm als künftiger Filialleiterin.
Landrat Wilhelm Schneider (CSU) fand es "hervorragend", was im Hinblick auf den Dorfladen in Burgpreppach gelaufen ist. An die Familie von Hugo gewandt, sagte der Landkreischef: "Wenn ich sehe, dass Menschen wie sie, die seit einigen Jahren in der Gemeinde wohnen, sich so engagieren, andere mitnehmen und mitreißen und Mittel dazu einsetzen, um was auf die Beine zu stellen, finde ich das ganz fantastisch." Ein Lob hatte der Landrat auch an die Gemeinde und die gesamte Dorfgemeinschaft, dass sie mitzieht. "Ich bin sehr dankbar, dass mit dem ,Lädla' in der ehemaligen Gastwirtschaft ein Mittelpunkt geschaffen wurde.Das ist wie ein Sechser im Lotto", so Schneider. An die Burgpreppacher gewandt sagte Wilhelm Schneider: "Nehmt diese Chance wahr, der Laden muss jetzt mit Leben und Kunden erfüllt werden, kauft hier ein, damit das ,Lädla' ein Erfolg wird.
Auch Bürgermeister Hermann Niediek (CSU) zeigte sich erfreut von der Entwicklung des Projekts Dorfladen: "Wir waren uns damals im Jahr 2015 im Gemeinderat schnell einige, dass wir nach einer Lösung suchen müssen und dass wir einen Dorfladen schaffen wollen", sagte Niediek. Der extra ins Leben gerufenen "Heimat- und Kulturtreff Burgpreppach" habe wesentliche Aufgaben bei der Verfolgung der Ziele übernommen.
Baudirektor Peter Kraus vom Amt für ländliche Entwicklung in Würzburg sagte, dass das Amt seit dem Jahr 2011 den Markt Burgpreppach im Rahmen der Dorferneuerung begleite. Was aus dem Anwesen der ehemaligen Gaststätte geworden sei, könne sich sehen lassen. Marion Fleischmann, Vorsitzende des "Heimat und Kulturtreff Burgpreppach", erläuterte, dass im Jahr 2016 der Verein gegründet wurde mit dem Ziel, an der Verwirklichung eines Dorfladens mitzuwirken. "Jetzt sind wir mit vielen Unterstützern nach arbeitsreicher Zeit am Ziel angelangt, der Aufwand hat sich gelohnt", befand sie. Bei einem Rundgang konnten sich die Besucher der Eröffnungsveranstaltung ein Bild vom gut sortierten Sortiment der Waren machen.
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