Laden...
Haßfurt
Mitgliederversammlung

Kunsthaus bleibt Ziel des Kulturforums

Bei der jüngsten Mitgliederversammlung des Kulturforums Haßfurt wurde der Vorstand für die kommenden zwei Jahre gewählt. Wie bisher bleiben die beiden leitenden Funktionen besetzt: Horst Hofmann wurde...
Artikel drucken Artikel einbetten
Horst Hofmann
Horst Hofmann

Bei der jüngsten Mitgliederversammlung des Kulturforums Haßfurt wurde der Vorstand für die kommenden zwei Jahre gewählt. Wie bisher bleiben die beiden leitenden Funktionen besetzt: Horst Hofmann wurde wiederum zum Vorsitzenden gewählt, Christian Schneider ist sein Stellvertreter.

Die Ämter der Schriftführerin und der Schatzmeisterin übernehmen Sylvia Büttner und Franziska Manietta. Drei Beisitzer sind mit Marianne Alka, Gerhard Nerowski und Eva Wölfel wiedergewählt worden. Neu bestellt wurde Laetitia Colaccico als Beisitzerin. Als Rechnungsprüfer fungieren Andreas Linder und Wilfried Neubauer. Ausgeschieden sind Fabienne Kaiser, Thomas Grimm, Helene Rümer und Erika Sauer. Bei ihnen bedankte sich der Vorsitzende für die Mitarbeit in den letzten Jahren.

Konzept der Stadt vorgelegt

Der Vorsitzende ging in seinem Bericht auf die Arbeit der vergangenen Vorstandszeit ein. Schon zu Beginn stand mit der Abstimmung der Stadt zum Kunsthaus und zu einem Museum für die Bilder von Herman de Vries die wichtigste Entscheidung an. Einmal mehr bedauerten die Mitglieder des Kulturforums, dass es damals nicht gelungen ist, die kulturelle Aufwertung des Stadtkerns in die Tat umzusetzen. Dennoch arbeitet das Kulturforum weiter auf ein Kunsthaus als innerstädtischen Anziehungspunkt hin. Im August 2018 wurde nach einer Bürgerbeteiligung (während des Straßenfestes 2017) und einer Mitgliederumfrage ein eigenes Konzept der Stadt vorgelegt.

Erfreulich sei es, dass im Stadthaushalt für 2020 nun Geld für eine Sicherung des Gebäudes eingeplant ist. Das sei ein Schritt auf dem Weg, aber noch keine Lösung für die Zukunft, meinten die Mitglieder.

Bei der Stadt könne man schon auf Verständnis und Unterstützung in der Zusammenarbeit rechnen. Gelobt wurden vor allem die Verwaltung und das Kulturamt. "Wir sind aber der Auffassung, dass man in Haßfurt gehaltvolle Projekte mit mehr Mut und schneller umsetzen müsste", war von vielen in der Diskussion zu hören.

Neben dem Kunsthausprojekt hat sich das Kulturforum mit nahezu 20 anderen Feldern beschäftigt. Zuletzt konnte ein Kunstwerk von Gerhard Nerowski am Tränkberg aufgestellt und damit der seit langem gewünschte Skulpturenweg rund um die Altstadt begonnen werden. Dieses Vorhaben fand sogar überregional Beachtung.

Eine Reihe von Ideen wurde in Kooperation mit anderen Trägern realisiert. So veranstaltete man Lesungen zusammen mit der Volkshochschule und dem Bibliotheks- und Informationszentrum. Ohne Sponsoring durch örtliche Unternehmen wie ein großes Architekturbüro oder die Buchhandlung gehe es jedoch bei der Finanzstärke eines Kulturvereins nicht, bestätigte der Vorsitzende aus seiner Erfahrung. Das Kulturforum will im Rahmen seiner Möglichkeiten aber weiterhin innovative Formen der Kultur, der Bildung und der Stadtentwicklung voranbringen, das ist ein Kernsatz der Vereinsarbeit. In den nächsten Sitzungen wird sich der Vorstand mit einem Programm für die kommenden Monate beschäftigen.

Beschlossen hat die Mitgliederversammlung die Eintragung des Kulturforums in das Vereinsregister. Ausschlaggebend dafür sind vor allem Gründe der Handlungsfähigkeit beim Abschluss von Verträgen und der Umgang mit Haftungs- und Versicherungsfragen.

Offen für Ideen der Bevölkerung

Der Mitgliederstamm ist in den letzten Jahren um gut ein Fünftel gewachsen. Gerade in letzter Zeit sind einige junge Leute zum Verein gekommen. Das Kulturforum erhofft sich weiterhin Zuspruch und Anregungen aus der Bevölkerung. Die Heimatstadt soll sich als Mittelzentrum gegenüber Bamberg und Schweinfurt behaupten können, das ist eines der Leitmotive des Kulturforums. red

Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren