Laden...
Kronach

Kunst gegen Komasaufen

Die DAK-Gesundheit startet in Kronach die Kampagne "bunt statt blau" und sucht dabei die besten Schüler-Plakate gegen Alkoholmissbrauch.
Artikel drucken Artikel einbetten
Jugendliche beim Trinken von sogenannten Alcopops Foto: DAK/Wigger
Jugendliche beim Trinken von sogenannten Alcopops Foto: DAK/Wigger

"Kunst gegen Komasaufen" - unter diesem Motto startet die DAK-Gesundheit jetzt offiziell ihre Kampagne "bunt statt blau" zur Alkoholprävention in Kronach. Im elften Jahr sucht die Krankenkasse die besten Plakate gegen das Rauschtrinken.

Hintergrund: In den vergangenen fünf Jahren kamen bundesweit jeweils rund 22 000 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. Gegenüber der ersten Erhebung der Daten im Jahr 2000 haben sich die Zahlen um 128 Prozent erhöht. Seit dem Jahr 2013 ist die Zahl der betroffenen Kinder und Jugendlichen zwar leicht rückläufig, Experten fordern jedoch weiterhin eine verstärkte Aufklärung über die Risiken des Rauschtrinkens.

Unterstützt wird die mehrfach ausgezeichnete Kampagne für Schüler zwischen zwölf und siebzehn Jahren durch Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml. Alle Schulen in der Region Kronach sind eingeladen, das Thema Alkoholmissbrauch im Unterricht zu behandeln und ihre Schüler bis 31. März Plakate dagegen entwerfen zu lassen.

Verbunden mit der Kampagne ist die "Aktion Glasklar", die seit vielen Jahren Schüler, Lehrer und Eltern über Alkohol aufklärt. "Eine regionale Alkoholprävention ohne erhobenen Zeigefinger bleibt für uns unverzichtbar, um Kindern und Jugendlichen die Gefahren von Alkoholmissbrauch aufzuzeigen. Wichtige Gesundheitsthemen wie dieses sollten auch im Schulalltag diskutiert werden", sagt Volker Seifarth von der DAK-Gesundheit in Kronach. "Bei ,bunt statt blau' werden junge Künstler selbst zu glaubwürdigen Botschaftern gegen das Rauschtrinken. Das macht diese Präventionskampagne so besonders. Selbstverständlich freuen wir uns auch auf die vielen Plakate, die außerhalb der Schulaktion in der Freizeit von den Jugendlichen gestaltet werden."

Seit 2010 haben bundesweit mehr als 100 000 junge Künstler bunte Plakate gegen das Komasaufen gestaltet, darunter auch viele aus der Region Kronach. Die Kampagne "bunt statt blau" wird von Politikern, Suchtexperten und Künstlern unterstützt.

"Viele Jugendliche überschätzen sich und glauben, exzessives Trinken gehöre zum Feiern dazu. Die Aufklärung über die Gefahren eines riskanten Alkoholkonsums gelingt mit dem Wettbewerb sehr gut", erklärt Volker Seifarth. "Mit ihren bunten Plakaten bekennen die jungen Künstler Farbe. So kommen Schüler und Lehrer bei dem schwierigen Thema Alkoholmissbrauch neu ins Gespräch."

Einsendeschluss am 31. März

Einsendeschluss für den Wettbewerb ist der 31. März. Anschließend werden in allen 16 Bundesländern die besten Siegerplakate ausgezeichnet. Im Juni wählt eine Bundesjury mit der neuen Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Daniela Ludwig, und DAK-Vorstand Andreas Storm sowie dem Hamburger Soul-Sänger Emree Kavás den Bundesgewinner. Weitere Infos und die Teilnahmebedingungen gibt es unter www.dak.de/buntstattblau. red

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren