Höchstadt a. d. Aisch
höchstadt.inFranken.de  Der Christustreff verwandelte sich in eine Holzbauwelt.

Kunst aus 45 000 Steinen

Es ist Freitagnachmittag. Vor dem Christustreff Höchstadt steht ein Auto mit Anhänger. Darin befinden sich jede Menge grauer Kisten, gefüllt mit 45 000 Holzbausteinen. Kurze Zeit später kommen etwa 30...
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Die Kinder bewiesen viel Fantasie. Foto: privat
Die Kinder bewiesen viel Fantasie. Foto: privat

Es ist Freitagnachmittag. Vor dem Christustreff Höchstadt steht ein Auto mit Anhänger. Darin befinden sich jede Menge grauer Kisten, gefüllt mit 45 000 Holzbausteinen. Kurze Zeit später kommen etwa 30 Kinder, die, wie sich bald zeigt, viel Fantasie besitzen, tolle Kunstwerke aus Holz entstehen lassen und keine Probleme mit der Statik haben. Eifrig, konzentriert und mit Begeisterung sind die Kinder bei der Sache. Da die Bauten sehr einsturzgefährdet sind, sind Vorsicht und Rücksicht sehr wichtig.

Doch bevor die Kinder mit ihren Kunstwerken beginnen können, gibt es einen Begrüßungs- und Kennenlernteil mit Spielen sowie ein weiteres Projekt, das sie herausfordert. Janosch Plavac (Referent für die Arbeit mit Kindern vom Bibellesebund) ist mit den Steinen angereist und leitet das Bauprojekt und das Programm. In der Rolle als Rapper "Ritchie Rapgeschwind" erhält Plavac am Freitag, noch bevor es mit dem Bauen losgeht, einen Videoanruf von seinem Chef mit einem Auftrag, der unmöglich zu bewältigen scheint. Der Auftrag lautet: "Schreibe bis nächste Woche einen Rap über die Eigenschaften Gottes und finde für jede Eigenschaft zwei Nachweise. Wenn du das nicht schaffst, wirst du gefeuert."

Allein schafft Rapgeschwind das nicht. Aber er möchte unbedingt seinen Job behalten. Darum helfen ihm die Kinder. In kleinen Gruppen suchen sie am Freitag und Samstag eifrig in der Bibel nach Eigenschaften Gottes und schreiben einen eigenen kleinen Rap dazu, den sie dann allen anderen Gruppen präsentieren.

Turm wird drei Meter hoch

Während "Ritchie Rapgeschwind" mit dem, was die Kinder herausgefunden haben, an seinem Rap bastelt, bauen die Kinder Kunstwerke aus Holz wie das Brandenburger Tor, den Eiffelturm, die Allianz-Arena und andere interessante Gebäude. Das größte Bauprojekt ist ein über drei Meter hoher Turm mit einem Durchmesser von 1,3 Metern. Dazu besteigen sie unter der Aufsicht von Mitarbeitern Leitern, um in schwindelerregender Höhe arbeiten zu können. Lieder, die die Kinder ermutigen, Jesus zu vertrauen,und das gemeinsame Essen gehören natürlich an beiden Tagen dazu.

Zur Abschlussveranstaltung am Sonntag sind auch die Eltern, Geschwister und Großeltern eingeladen. Sehr anschaulich und mit spannenden Tricks gibt Janosch Plavac im Gottesdienst die biblische Botschaft weiter, dass Jesus für alles, was wir falsch machen, für alle unsere Sünden, die uns von Gott trennen, gestorben ist und damit die Trennung, die zwischen Gott und uns war, weggenommen hat.

Dank der Mithilfe der Kinder an den letzten beiden Tagen kann "Ritchie Rapgeschwind" während des Gottesdienstes seinen fertigen Rap über die Eigenschaften Gottes präsentieren. Sein Chef, der sich plötzlich per Videoanruf meldet, ist sehr zufrieden und "Rapgeschwind" darf seinen Job behalten. Er und die Kinder freuen sich sehr.

Am Ende des Gottesdienstes wird der Drei-MeterTurm durch ein spektakuläres Szenario zum Einsturz gebracht. Die übrigen Bauwerke werden noch einmal von allen Besuchern bewundert, bevor auch sie umgestürzt werden. red

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